Henfstädt - 1600 Hektar bewirtschaftet heute das Agrarunternehmen, die Hälfte davon ist Grünland. 260 Milchkühe und 1600 Mutterschafe leben davon. 4000 Mastgänse hält der Betrieb außerdem. Mit drei Biogasanlagen setzt man zudem auf Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Der betriebseigene Feldbau erzeugt vor allem Getreide, Raps und Mais. 34 Beschäftigte hat heute der Landwirtschaftsbetrieb. Der Weg indes war anders als bei vergleichbaren Agrarunternehmen der Region. Die Weißbachtal Agrar GmbH wurde offiziell am 1. Juli 1992 aus der Taufe gehoben. Vorläufer war direkt keine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, sondern das Volkseigene Gut (VEG) Tierproduktion Henfstädt. Ein solches VEG gab es auch für die Pflanzenproduktion mit Sitz in Schleusingen. 1990 wurden wieder Tierhaltung und Feldbau unter einem Dach zusammengeführt - so wie es vor der Trennung bereits war. Den 63prozentigen genossenschaftlichen Anteil, der im VEG steckte, übernahm dann die neu gegründete Weißbachtal Agrar GmbH. Der Rest wurde abgewickelt. Mit der Zusammenlegung von Tier- und Pflanzenproduktion am Standort Henfstädt waren es insgesamt 193 Mitarbeiter. "Damit hätte ein neuer Betrieb nie auf Dauer existieren können", sagt Gernoth Caspari, der heutige Geschäftsführer der Weißbachtal Agrar GmbH. Man musste Personal abbauen. Mit 50 Beschäftigten erfolgte der Start.
Hildburghausen Biogasanlage: Mehrere Standbeine aufgebaut
Von Birgitt Schunk 23.06.2012 - 00:00 Uhr