Hildburghausen - Von 1613 bis 1640 hat das Weltliche Hochgericht (auch Centgericht genannt) in Hildburghausen zwölf Menschen zum Feuertod verurteilt, darunter vier Hildburghäuser. Aber auch auf dem Land wütete die Hexenjagd. Allein in Streufdorf gab es in den Jahren 1628/29 zwölf Verfahren gegen Frauen, die der Hexerei verdächtigt wurden. So gesteht die Mahr (Margarethe) Füßlerin 1628 unter der Folter "der böse geist seye in ihrer Jugendt, als sie kaum 15 Jahr alt gewesen, in eines knechts gestalt (zu ihr) gekommen". Barbara Kilian beschrieb in der Tortur den Teufel so: "Solches Statur were nicht groß gewesen, kalt und einen schwarzten barth, in schwartzen Kleydern angethan. Habe auch für 5 Jahre mitt ihme im Holze ... Unzucht getrieben..." Die Kilianin wird schließlich "umb ihrer begangenen Zaubery und Missthat" willen mit "dem feuer vom leben zum Todt" gebracht.
Hildburghausen Als die Scheiterhaufen brannten
Von Gabi Bertram 27.03.2012 - 00:00 Uhr