Die Vorwürfe wogen schwer: Landfriedensbruch und Angriff auf Vollstreckungsbeamte lautete die Anlage der Staatsanwaltschaft gegen einen Familienvater aus Hildburghausen. Der Mann Ende Dreißig stand in der vordersten Reihe, als am 25. November 2021 weit mehr als 100 Menschen auf einer ungemeldeten Demo im Zentrum der Kreisstadt gegen die damaligen strengen Corona-Auflagen demonstrierten und dabei massiv gegen eben diese verstießen – was als Straftat gelten konnte. Es war die bis dahin rabiateste Protestaktion in Hildburghausen: Genau ein Jahr zuvor hatten Corona-Kritiker und -Leugner der Südthüringer Kreisstadt bundesweite Aufmerksamkeit verschafft: Sie waren im schärfsten Lockdown in großen Gruppen durch die Straßen gezogen, obwohl die Region deutschlandweit an der Spitze der Infektions-Hotspots lag. Damals erwarben sich Hildburghausen und Sonneberg den Ruf als Hochburgen der Impfgegner und Corona-Regelverletzer samt den damit einhergehenden Rekord-Infektionszahlen.
Hotspot Hildburghausen Rabiater Corona-Protest bleibt straffrei
Redaktion 19.03.2025 - 13:39 Uhr