Heubischer Kerwa Gute Laune an der Steinach

Von

Eine fesche Kirmesgesellschaft, gute Laune, gute Musik, Geselligkeit und wie immer ein Gewitter: Das sind die Zutaten der Heubischer Kerwa.

Traditionell findet die Heubischer Kerwa am letzten Juliwochenende statt. Für die 430 Heubischer (215 männliche und 215 weibliche) das Sommerereignis, an dem man Verwandte und Freunde einlädt, bewirtet, gesellig ist. Wer länger nicht in Heubisch war, dem fiel auf, dass der Schandfleck, die verfallene Scheune an der Einmündung nach Gefell endlich verschwunden ist.

Feuerwehr und Sportverein

Das Festplatzgeschehen am Sportplatz haben wie immer die Feuerwehr und der Sportverein Blau-Weiß gemeinsam organisiert. Aus steuerlichen Gründen haben sie für die Ausrichtung der Kerwa sogar ein Gesellschaft des bürgerlichen Rechts gegründet.

Der Auftakt am Freitag begann mit der Abholung der Planmädchen durch ihre Burschen. Seit 2015 besteht die Kerwagesellschaft mit einem festen Stamm und einer wechselnden Besetzung. Die 15 jungen Männer und Frauen kommen nicht nur aus Heubisch, sondern auch aus Oerlsdorf und sogar Schalkau. Das jüngste Mitglied zählt 18 Jahre, das Älteste 32. Christian Holland und Toni Büchner schwenkten die Heubischer Fahne recht kunstvoll zu den Klängen der Musik von den Werratalern Musikanten.

Premiere mit den Werratalern

Die Ständlers, eine kleine Formation der Werrataler unter Leitung von Steffen Bodtke, waren erstmals in Heubisch und hatten mitreißende Musikstücke zum Mitsingen und Mitschunkeln im Gepäck, sogar die Olsenbande war vertreten. Herzlich begrüßte sie Bürgermeister Andreas Meusel an der Steinach hellem Strande. Die Idee kam nicht von ungefähr, denn ein Teil des Festzelts war mit Cocktailbar zum Heubeach verwandelt worden.

Gemeinsam mit ihren Gästen, den die Boffelder Socken und der Wiehder Kirmesgesellschaft, zogen die Planmädchen und Burschen durch das Dorf zum Festplatz. „Die Kerwa is kumma, die Kerwa is hier. Wa hot Kerwa, mir ham Kerwa…“, tönten laut die Rufe und bei der Ankunft am Zelt waren manche schon heiser. Schnell füllte sich das Zelt. Ein Gewitterregen trieb die Leute hinein, der zur Heubischer Kerwa einfach dazu gehört. Vor 17 Jahren gab es solch einen gewaltigen Sturm, dass die Feuerwehr mit den Gästen das Zelt festhalten musste.

Die Kirmesgesellschaft präsentierte dann beim Plantanz, was sie in unzähligen Stunden in der Sporthalle einstudiert hatte: eine Choreografie zur Melodie von „Im Grunewald ist Holzauktion“. Großer Applaus. Toni Büchner überzeugte mit seinen Künsten als Fahnenschwenker.

Bürgermeister wieder da

Herzlichen Beifall zum Bieranstich erhielt der Föritztaler Bürgermeister Andreas Meusel, denn er war nach längerer Krankheit dieses Wochenende erstmals wieder im Dienst. „Bei meiner Genesung habe ich mir ganz fest vorgenommen, bis zur Heubischer Kerwa musst du wieder fit sein“, sagte er. Meusel lobte den Einsatz der Vereine und der jungen Leute von der Plangesellschaft für ihr Dorf. Lustig fand er, dass er von seinem geplanten Bieranstich aus einer Zeitungsanzeige erfahren hat.

So war bereits der Freitag ein großer Erfolg, der dann am Sonntag von dem Bunten Nachmittag mit dem Thüringer Schalmeienorchester Meuselbach, dem Plantanz und der Kirmesrede noch gekrönt wurde. Zum Gelingen trugen auch die Schausteller bei, unter anderem Andreas Müller mit Karussell und Crepeswagen sowie Maximilian Billig aus Gotha mit Ballwerfen, Trampolin und Greifer.

Autor

 

Bilder