Freitagabend blickten die Gäste in einem proppevollen Gemeindesaal in Herschdorf zurück auf 655 Jahre urkundliche Ersterwähnung. Lutz-Rainer Senglaub brauchte für seine Festrede kein ausgearbeitetes Pamphlet. Sein Wissen und seine rhetorischen Fähigkeiten sorgten für Spannung und Unterhaltung. Der Bogen reichte von der Besiedlung im Zuge der Ackerlandgewinnung bis hin zu den Akteuren in den vielen Vereinen von heute. Wichtige Personen in jüngerer Zeit waren zu nennen, wie der verstorbene Hartmut Kempter, der akribisch die 650-Jahr-Feier mit vorbereitet hatte, aber wegen der Pandemie ausfallen musst und der langjährige ehemalige Bürgermeister Bernhard Zimmermann, mit dem Lutz-Rainer Senglaub als damaliger Landrat freundschaftliche Kontakte pflegte. Viel Beifall gab es für Lothar Tischer für seine Mundartbeiträge und für die musikalische Begleitung durch die Herschdorfer Jagdhornbläser. Es war ein gelungener Start in das Festwochenende.