Vor etwa 150 Jahren gab es in den Wäldern rund um Geraberg das Handwerk der Pechsieder und die Kienrußproduktion. Das schwarze Pech, das man heute fast nur noch von der Pechmarie aus dem Frau-Holle-Märchen kennt, war damals an der Nordseeküste bei den Schiffs- und Bootsbauern ein begehrter Werkstoff, um ihre Boote wasserdicht zu machen. Also brachten im Frühjahr die Geraberger mit Pferd und Wagen ihr Pech zu den Fischern – und kamen mit etwas Geld im Beutel, vor allem aber mit Fässern voller Salzheringe zurück nach Hause, wo sie schon sehnlichst erwartet wurden. Immer um Pfingsten war es so weit, dass die Heimkehrer mit einem Fest, bei dem es Hering satt zu essen gab, empfangen wurden.
Schlager-Award Das neue Sternchen am Schlagerhimmel
Karl-Heinz Veit 01.06.2026 - 15:00 Uhr