Herges-Hallenberg Viel zu tun für die Wehr in 2023

Ein Wohnhausbrand am 12. Juni gehörte zu den herausforderndsten Einsätzen der Herges-Hallenberger Wehr im vergangenen Jahr. Die Einsatzkräfte retteten dabei eine 67-Jährige. Ein Rückblick auf.

Bei einem Wohnungsbrand im Juni verletzte sich eine 67-jährige Frau schwer, einer der größten Einsätze für die Wehr 2023. Foto: privat

Bei dem Brand im Juni breitete sich das Feuer über das erste Obergeschoss in den Dachstuhl aus und verursachte dabei einen Sachschaden, der damals auf rund 80 000 Euro geschätzt wurde. Die 67-jährige Bewohnerin verletzte sich dabei so schwer, dass sie in einer Spezialklinik behandelt werden musste. Wie die Experten der Kriminalpolizei im Nachhinein ermittelten, war die Ursache des Feuers der fahrlässige Umgang mit nachglühenden Stoffen, zu denen zum Beispiel heiße Asche gehört.

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Nicht der einzige Brandeinsatz, zu dem die Hergeser Einsatzabteilung 2023 gerufen wurde, erinnerte Wehrführer Björn Mittmann zur Vollversammlung am Freitag. Insgesamt zehn Mal rückten sie wegen eines Feueralarms aus. Bereits im Januar brannte ein Wohnhaus in der Arzbergstraße, im Mai wurden die Floriansjünger wegen Rauchentwicklung auf Grund eines angebrannten Essens gerufen. Im Gedächtnis bleibt auch die Rettung einer Person aus einem öffentlichen Gewässer sowie neun weitere technische Hilfeleistungen.

Im Laufe des Sommers entfernten die Kameraden ausgelaufene Flüssigkeiten, prüften eine Brandmeldung bei der Rennsteig Werkzeuge GmbH und eilten zu einem Verkehrsunfall am Bahnübergang Herges. Zum Jahresende gab es einen Einsatz in der Haseltalgrundschule, einen kleinen Brand im Gewerbegebiet sowie eine Ölspur in der Ortslage Viernau, resümierte der Wehrführer ein ereignisreiches Jahr. Dazu kamen kulturelle Höhepunkte, wie die Absicherung des Viernauer Karnevals, des Burgfestes, des Umzugs am Martinstag, des Hergeser Bürgerfestes und der Kirmes.

Neuer Wehrführer dankt den alten Hasen

Gemäß Feuerwehrsatzung sei der ehrenamtliche Einsatz der Feuerwehrleute für das vergangene Jahr sogar mit einer Prämie ausgezeichnet worden, sagte der Wehrführer stolz. Mittmann, der das Amt erst vergangenes Jahr übernommen hatte, dankte außerdem den alten Hasen Wolfgang Diller und Peter Henkel, die ihn in seine neuen Aufgaben eingearbeitet haben und ihn nie haben hängen lassen. Auch seine Wehrkollegen sowie Stadtbrandmeister Vincent Wicht und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung seien stets eine wertvolle Hilfe gewesen.

Ständige Aus- und Weiterbildung sei die Grundlage, um im Einsatz professionell reagieren zu können. Auch hier könne man zufrieden sein. In den Sommermonaten stand wie immer die praktische Ausbildung im Vordergrund. Es gab Ausbildungseinheiten im Löscheinsatz und zu technischen Hilfeleistungen.

Foto: privat

„Zudem freue ich mich, dass an der alljährlichen Ausbildung auf der Übungsstrecke für Atemschutzgeräteträger in Gehren zehn Kameradinnen und Kameraden teilgenommen haben und wir zudem zwölf erfolgreiche Teilnahmen an Weiterbildungslehrgängen hatten“, sagte Mittmann. Unter anderem absolvierten vier Kameraden den Truppenführerlehrgang. David Kämmer und Markus Müller nahmen sogar an zwei Lehrgängen erfolgreich teil, Peter Henkel sei nun Motorkettensägenführer und Desiree Herzog und er selbst nahmen am Lehrgang Brandschutz-und Sicherheitserzieher teil.

Auch für 2024 seien bereits einige Anmeldungen zu Lehrgängen erfolgt. „Unsere Einsatzabteilung verfügt durchweg über einen sehr hohen Ausbildungsstand. Mit Blick auf das vergangene Jahr möchte ich allen zudem noch mal an dieser Stelle ganz besonders für ihre hohe Einsatzbereitschaft danken“, lobte der Hergeser Wehrführer.

Das spiegelte sich auch in der regen Beteiligung zur Versammlung wieder. Neben den 24 anwesenden Mitgliedern der Einsatzabteilung begrüßte der Feuerwehrchef zudem Stadtbrandmeister Vincent Wicht, Kreisbrandmeister Andre Lenk sowie in Vertretung des Bürgermeisters den ersten Beigeordneten Torsten Hoffmann.

Neuer Ansprechpartner der Verwaltung

Letzterer dankte für die hervorragende Einsatzbereitschaft und die vielen ehrenamtlichen Stunden, die von der Hergeser Wehr im vergangenen Jahr geleistet wurden. Der Erste Beigeordnete lobte die Jugendarbeit und verwies zudem auf die bemerkenswerte Geschichte und das in diesem Jahr anstehende 100. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Herges. Die Festveranstaltungen aus diesem Anlass werde die Stadt Steinbach-Hallenberg die Feuerwehr finanziell unterstützen. Dem Lob schlossen sich auch Stadtbrandmeister Vincent Wicht und Kreisbrandmeister André Lenk in ihren Grußworten an.

Frank Leyh, der bisherige Kreisbrandmeister, stellte sich als neuer Ansprechpartner für Feuerwehrthemen in der Stadtverwaltung Steinbach-Hallenberg vor. Er übernimmt diesen Arbeitsbereich von Verwaltungsmitarbeiterin Nadine Annemüller.