„Lieben Kindlein, liebet Euch untereinander“ – mit diesem Spruch über der Eingangstür des ersten Meininger Helenenstifts wird die Intention der Bauherrin deutlich. Helene Freifrau von Heldburg, dritte Ehefrau Herzog Georgs II. von Sachsen-Meiningen, ließ die Villa 1881 nicht nur als ihren Witwensitz, sondern auch als Waisenhaus errichten. Zwölf verwaiste Mädchen sollten hier eine Zukunft haben. Da das wunderschöne Haus mit der Adresse Am Bielstein 4 von Regierungs- und Oberbaurat Otto Hoppe allerdings nicht unbedingt der Nutzung entsprechend geplant wurde, zogen die Waisen bereits 1890 um – in den unweit entfernt gelegenen Neubau des Helenenstiftes, heute als „Palais am Prinzenberg“ bekannt. Eine wechselvolle Geschichte, die durchaus ihre Schattenseiten hat, nahm ihren bekannten Lauf.
Helenenstift-Begehung Die Rettung naht
Ralph W. Meyer 06.04.2026 - 14:30 Uhr