Heißcontainer-Training „Das ist schon alles ziemlich real“

Lukas Spiller, Oliver Spiller und Sebastian Denk (von links) von der Freiwilligen Feuerwehr Hümpfershausen, die Teil der Wasunger Feuerwehr ist, hier bei der Ausbildung in Meiningen. Rechts im Hintergrund ist der Lehrcontainer zu sehen. Foto:  

Fit für den Einsatz bei Bränden hat die Freiwillige Feuerwehr Wasungen mit ihren sechs Brandwachen jetzt 30 Kameraden gemacht. Die praktische Schulung erfolgte am beziehungsweise im Lehrcontainer für Heißausbildung, den die Freiwillige Feuerwehr Meiningen betreibt.

Auf Ernstfälle kann man sich vorbereiten. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren tun dies meist auch in regelmäßigen Abständen. Nach absolvierter Grundausbildung werden ihnen immer wieder Lehrgänge und Ausbildungsmodule angeboten. Die Freiwillige Feuerwehr Wasungen, zu der die Wehren in den Ortsteilen Metzels, Wahns, Oepfershausen, Unterkatz und Hümpfershausen gehören, schloss gerade eine Brandcontainer-Heißausbildung ab, an der sich circa 30 Kameraden, die zu den Atemschutzgeräteträgern gehören, aller sechs Brandwachen beteiligten. Die Kurse liefen an drei Wochenenden, genauer gesagt am 29. Oktober, 12. November und am 19. November. Die Schulung der Kameraden übernahmen die Ausbilder Michael Reißig, Kreisbrandmeister und Einsatzmitglied der Wasunger Feuerwehr, sowie Robert Möller, stellvertretender Ortsbrandmeister der Hümpfershäuser Wehr.

„Ziel des Trainings war es, eine reale Brandsituation kennenzulernen“, sagt Möller. „Die Kameraden sollten ein Gefühl für die Hitze bekommen. Sie sollten erleben, wie sich Brandgase entwickeln können und wie das Handling mit der Atemschutztechnik in einem Brandfall am besten funktioniert. Aber auch mit den widrigen Sichtverhältnisse im Ernstfall richtig umzugehen und der Einsatz der Wärmebildkamera waren Teil des Trainingsprogramms“, ergänzt Reißig.

Dank an alle Unterstützer

Alle drei Ausbildungstage sind in Meiningen durchgeführt worden, wo die Freiwillige Feuerwehr der Stadt den Lehrcontainer für die Heißausbildung betreibt. Da die Wasunger Wehr mit Reißig und Möller zwei Brandausbilder mitbrachte, konnte der Kurs in Eigenregie durchgeführt werden. Für die Containernutzung und das bereitgestellte Ausbildungsmaterial dankte die Wasunger Wehr den Meiningern, einschließlich den beiden Kameraden, die ihnen als Unterstützung zur Seite gestellt wurden. Ein Dankeschön geht auch an die Stadt Wasungen, die die Kosten für diese praktische Spezialschulung übernahm. Organisiert haben diese der Wasunger Stadtbrandmeister Steffen Schönerstedt und Ausbilder Robert Möller.

Die Resonanz auf das Angebot schätzt Reißig als sehr gut ein: „Alle Kameraden waren mit Interesse dabei. Denn es ist ja so, dass sich theoretisch viel erklären lässt. Live dabei zu sein, wenn es richtig brennt, ist aber noch einmal etwas ganz anderes.“ Einen Brandeinsatz unter ganz realen Verhältnissen haben man mit dem Spezialcontainer gut nachstellen können. Was im Ernstfall wirklich passieren kann und worauf man sich einstellen muss, von hohen Temperaturen bis zu verrauchten Räumen, habe man gut vermitteln sowie Reaktionen und Brandbekämpfung simulieren können. Für den Kreisbrandmeister bietet der Heißcontainer sehr gute Möglichkeiten, um Kameraden auf Feuereinsätze vorzubereiten. „Das ist schon alles ziemlich real.“

Alle paar Jahre neu auflegen

Die Ausbildung an dem Meininger Container hat die Freiwillige Wasunger Wehr erstmalig durchgeführt. Nach Ansicht von Reißig sollte diese alle paar Jahre Teil des Schulungsprogramms sein. Die Feuerwehr der fachwerk- und Karnevalsstadt mit ihren sechs Brandwachen zählt knapp 90 Einsatzkräfte, Frauen wie Männer.

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