Einstieg in die Thematik
Einen Einstig in die Thematik möchte ein Vortrag bieten, zu dem der Museumsverein Schieferbergbau Steinach im am Donnerstagabend einlädt. Kreisheimatpfleger Thomas Schwämmlein stellt die Situation um die Mitte des 16. Jahrhunderts in den Mittelpunkt seines Vortrages. Konkret geht es um die Aussagekraft schriftlicher Quellen, hier der von zwei Waldbeschreibungen aus den Jahren 1555 und 1569, die in Auszügen bereits 1904 der damalige Steinacher Oberförster August Freysoldt (1856-1932) veröffentlicht hatte. „Diese Texte wären es wert komplett ausgewertet zu werden“, ist Schwämmlein überzeugt. Vor allem für die einstige Köhlerei sind die Waldbeschreibungen eine erste wichtige Quelle überhaupt. Zwar wurde die Köhlerei auch schon seit Mitte des 15. Jahrhunderts in verschiedenen Akten erwähnt, umfangreich lässt sich aber erst mit den Waldbeschreibungen aus den Jahren 1555 und 1569 mehr über das Gewerbe aussagen. Zu finden sind in den Texten Hinweise darauf, wo die Köhler gearbeitet haben und wer die Auftraggeber oder die Abnehmer waren. An erster Stelle standen die Eisenhämmern an der oberen Effelder und bei Oberlind, aber auch aus dem benachbarten „Ausland“ im Amt Gräfenthal. Danach kamen die Saigerhütten in Hüttensteinach und Eisfeld, die Hofhaltung in Coburg oder die zahlreichen Dorfschmieden.