Dekan Gebauer weiß, dass dieser Samstag sicherlich auch mit vielen Emotionen und Erinnerungen verbunden sein wird. Kindern und Jugendlichen war das Gemeindehaus in der Künkelsgasse 32 ein zweites Zuhause. Hier trafen sie sich zur Kinderstunde und Kinderarche, zum Konfirmandenunterricht oder einfach nur zum Chillen. Gottesdienste, Senioren- und Gesprächskreise fanden hier statt, Chorproben, Konzerte, Vorträge, Lesungen. Noch immer hadert das eine oder andere Gemeindemitglied mit der Entscheidung des Kirchenvorstandes, das Reinhard-Naumann-Haus aufgegeben zu haben, zugunsten von Kirchhof 3. Eine Entscheidung, die keiner leichtfertig getroffen hat, beteuert Gebauer. Und der ein langer und intensiv geführter Diskurs vorausging. Im Gegensatz zum Gemeindehaus Bohrmühle, die inzwischen an die Diakonie verkauft ist, bleibt die Künkelsgasse 32 erst einmal im Besitz der Kirchengemeinde. „Wir suchen nach Nutzungsmöglichkeiten“, so Gebauer. Über allen Ideen schwebt die langfristige Überlegung von einem Kindergarten, umgesetzt mit der Stadt. Doch das ist Zukunftsmusik. Fakt ist, dass das Gebäude, wenn auch nicht auf den ersten Blick sichtbar, Sanierungsbedarf hat. Die Kosten würden, nach derzeitigem Stand, sechsstellig sein.