Auf dem Campus der Hermann-Lietz-Schule in Haubinda ist am Donnerstagmittag alles wie gewohnt: lebhaft, bunt, Kinderstimmen aus allen Richtungen. Nur in der Kapelle wird es plötzlich ruhiger. Dort warten Schülerinnen und Schüler – von der Grundschule bis zur Abiturstufe – auf einen Gast, den sie sonst eher aus Fernsehbildern kennen: Christian Tischner, seit einem Jahr Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur – und zum ersten Mal in Haubinda. Er ist der Mann an Thüringens Bildungsspitze, der die Kopfnoten wieder eingeführt hat und sich dafür einsetzte, dass Kinder in heterogenen Gruppen lernen dürfen und Schulformen klar getrennt sind. Auch das Sitzenbleiben in Klasse 7 macht er möglich.