Wurden im Jahr 2015 noch 2165 Straftaten erfasst, waren es 2019 nur noch 1864 Fälle. Auch bei der Häufigkeitszahl pro 10 0000 Einwohner stellt sich der Bereich Haßfurt sehr gut dar. Mit 2865 Fällen liege man sehr deutlich unter dem bayernweiten Durchschnitt von 4600, so Seeburg. Die Struktur der Kriminalität ist im Wesentlichen von Diebstahl (387 Fälle), Körperverletzung (288), Vermögens- und Fälschungsdelikte (328) und Sachbeschädigung (240) und Rauschgiftdelikte (238) geprägt. Kapitalverbrechen wie Mord oder Raub sind die Ausnahme. Gelegentlich gibt es Einzelfälle, so wie im vergangenen Jahr einen einzigen Raub. Die durchschnittliche Aufklärungsquote von rund 74 Prozent zeugt von einer qualitativ hochwertigen Ermittlungsarbeit. Bei Nötigungen liegt Haßfurt sogar bei 100 Prozent, dicht gefolgt von Rauschgiftdelikten (99,1 Prozent), Körperverletzung (95,1 Prozent) und Warenbetrug (93,9 Prozent). Die niedrigste Aufklärungsquote gibt es hingegen bei Sachbeschädigungen (29,6 Prozent) und Diebstahl von Fahrrädern (23,9 Prozent). Hier sei ausschlaggebend, dass oft keine Tatzeugen vorhanden seien und es somit nur wenig Ermittlungsansätze gebe, erklärt Seeburg. "Wir sind auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, Das ist die Basis für erfolgreiche Polizeiarbeit" verdeutlicht der Haßfurter Polizeichef, der zum Hinschauen und Handeln auffordert. Bei verdächtigen Wahrnehmungen bittet die Polizei um Hinweise. Keinem Bürger entstehen Nachteile, wenn sich mal eine Beobachtung als harmlos herausstellen sollte.