Was die Gymnasiasten, charmant vertreten durch Johanna Hojer und Annalena Eichhorn, betraf, lag ihnen natürlich das Thema Studiengebühren besonders am Herzen. Heubisch stand jedoch auch vor einem Saal voll künftiger Studenten und nach zähen Kompromissverhandlungen zu seiner Meinung: "Ich persönlich werde gegen den Vorschlag stimmen", so der FDP-Politiker, der die Studiengebühren leidenschaftlich verteidigte, "und ich denke, auch einige in der CSU werden sich gegen die Abschaffung entscheiden". Womit er sich bei der Schülerschaft jedoch wieder Sympathien verschaffte, war seine entwaffnende Antwort auf die Frage der Moderatorinnen, wie denn der Ton bei den Spitzenverhandlungen zwischen CSU und FDP so gewesen sei. "Die Wahrheit? Nach der ersten Verhandlungsrunde haben wir erstmal einen Schnaps getrunken." Deutliche Antworten gab es auch zu Fragen aus der Schülerschaft von Hannah Lang, Felix Saße, Bastian Grass und Stefan Pohl: Numerus Clausus in Medizin abschaffen, um Ärztemangel entgegenzuwirken? - "Dann gäbe es Chaos." Mehr Mitbestimmung durch Studierende in einer verfassten Vereinigung, so wie in anderen Bundesländern? - "Studenten wollen studieren, alles andere interessiert sie nicht", so Heubisch, der sich da an seine eigene Studienzeit erinnert fühlte: "In jedem Fall gibt es in Bayern viel mehr Freiheiten in den Fachschaften und im Konvent, als es in einer verfassten Vereinigung möglich wäre."