Der hüllte sich vor Gericht in Schweigen. Auch das Urteil nahm er regungslos hin. Er hatte zuvor beantragt, die Glaubwürdigkeit seiner Ehefrau in einem Gutachten nachzuprüfen. Außerdem sollten die fünf gemeinsamen, minderjährigen Kinder vor Gericht aussagen. Beide Anträge lehnte das Gericht ab. Stattdessen glaubte die Vorsitzende der Geschädigten vor allem wegen der "vielen Puzzle-Teilchen" in ihrer Aussage. So habe sie ein Plastikteil erwähnt, das vom Wasserkocher beim Zuschlagen abbrach. Sie erwähnte auch die Tatsache, dass ihr Mann die Platzwunde am Kopf mit Essig versorgte, sowie das abgebrochene Türscharnier der Toilette. Dies seien "Kleinigkeiten um die Kernvorwürfe, die für die Wahrheit sprechen", sagte die Richterin. Die Zeugin habe ohne Belastungseifer ausgesagt und sogar von sich aus den Kontakt ihres Mannes mit seinen Kindern ermöglicht. Dass sie erst nach 15 Jahren zur Polizei ging, sei nichts ungewöhnliches. Es sei nicht unüblich, dass häusliche Gewalt über Jahre verschwiegen wird.