Haßfurt - Seit nunmehr sechs Wochen gilt das Besuchsverbot für Altenpflegeeinrichtungen. Bis auf weiteres dürfen die Bewohnerinnen und Bewohner von Kindern, Enkelkindern, Freunden und Verwandten keinen Besuch mehr erhalten. Angehörige und Einrichtungen wurden kreativ, was die Kontaktmöglichkeiten anging. Mit Telefonanrufen, Videotelefonie sowie handgeschriebenen Briefen, Fotos und Karten konnte man in Verbindung bleiben. "Trotz Lockerungen der Maßnahmen in der Öffentlichkeit muss davon ausgegangen werden, dass die bisher geltenden Regelungen für Pflegeeinrichtungen noch sehr lange bestehen bleiben. Es geht um den Schutz der Gesundheit und des Lebens unserer Bewohnerinnen und Bewohner", erklärt Anke Schäflein, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge e.V. "Gleichzeitig erhöht sich durch die Lockerungen auch die Gefahr für unsere Bewohnerinnen und Bewohner von diesem tatsächlich verheerend wirkenden Virus betroffen zu werden. Trotz aller guter Vorbereitung. Das bereitet uns große Sorgen", so Frau Schäflein weiter. Natürlich sei das Besuchsverbot für die Bewohner und vor allem auch für die Angehörigen nicht einfach, berichtet Heike Ehlert, Einrichtungsleiterin im Caritas Seniorenheim Sankt Bruno. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten gerade sehr viel, um die Situation für die Pflegebedürftigen so angenehm wie möglich zu gestalten. Und trotzdem waren wir auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, wie sich Bewohner und Angehörige sehen können, trotz Besuchsverbot."
Hassberge Emotionales Wiedersehen nach sechs Wochen
Redaktion 30.04.2020 - 17:40 Uhr