Hassberge Auf fruchtbare Zusammenarbeit

Von Maria Löffler

Johannes Bayer löst Heinz Müller als Kreisfachberater ab. Der Naturfreund setzt verstärkt auf die Jugendarbeit und möchte ein Baumkataster erstellen.

Selbst Fachmänner vor Ort können Schäden an Bäumen nicht immer verhindern. Johannes Bayer zeigt auf einen jungen Spitzahorn, der im Hof des Kreisverbandes seine Wurzeln ausbreitet. Leider habe der Frost ihn geschädigt. Jetzt müsse man abwarten, ob und wie er sich wieder erholt. Foto: Löffler Quelle: Unbekannt

Haßfurt - Er hat zwar keinen genetisch bedingten grünen Daumen, aber auf jeden Fall die Leidenschaft zu allem, was blüht und wächst: Johannes Bayer, seit Januar neuer Kreisfachfachberater für Gartenbau und Landespflege im Kreis Haßberge, tritt in die Fußstapfen von Heinz Müller, der sich nach 33 Jahren Dienstjahren in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedete.

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Der sympathische Humprechtshausener ist "kein Vorgartenrambo mit Superheldambitionen", aber er hat feste Ziele. So setzt er zum Beispiel verstärkt auf die Kinder- und Jugendarbeit in den Obst- und Gartenbauvereinen. "Wir unterstützen, wo es nur geht, stehen beratend zur Seite und stellen unter anderem Materialien kostenlos zur Verfügung." Ein weiteres Ziel, an dessen Erreichen er arbeitet, ist ein Baumkataster für die landkreiseigenen Flächen. "Die Bäume werden katalogisiert, nummeriert und bewertet. So können wir sofort einschreiten, falls Handlungsbedarf besteht," erklärt er.

Auf die Frage, wie er letztendlich auf dem Stuhl des Kreisfachberaters gelandet sei, schmunzelt der Diplom-Ingenieur verschmitzt: "Ich wollte schon immer einen grünen Beruf." Die unterschiedlichsten Praktika, die auf das Abitur folgten, (unter anderem im botanischen Garten in Würzburg), waren Wegweiser für diesen beruflichen Kurs. Dabei habe er viele Bereiche und Stationen durchlaufen, unter anderem Landschaftsbau und Botanik. An der Fachhochschule Weihenstephan belegte er schließlich den Diplomstudiengang Landschaftsbau und Management und schloss 2009 ab. Seine kurzzeitige Jobsuche endete mit einer Anstellung in Stuttgart. Hier war er vier Jahre als Bereichs- und Bauleiter für eine große Garten- und Landschaftspflegefirma tätig. Als er die Stellenanzeige für den Kreisfachberater entdeckte, zögerte er nicht lange und ergriff die Gelegenheit beim Schopf. "Und jetzt bin ich hier", stellt er fest er und deutet lächelnd auf seinen Stuhl. Erfahrung versus Inspiration - so könnte man die Zusammenarbeit zwischen Guntram Ulsamer und Johannes Bayer beschreiben. Ulsamer, der die Geschäftsführung des Kreisverbandes übernommen hat, setzt unter anderem auch auf neue Ideen und zeitgerechtes Management. "Wir haben uns die Aufgaben geteilt. Johannes Bayer übernimmt bei der Grünpflege den westlichen Teil des Landkreises und ich den östlichen. Außerdem liegen uns die Obst- und Gartenbauvereine sehr am Herzen."

Fragt man Bayer nach den Vorzügen seines neuen Aufgabengebietes, muss er nicht lange überlegen: "Der Job ist breit gefächert und ich liebe die Arbeit in und mit der Natur." Und natürlich lägen ihm auch die Menschen am Herzen. Sein Engagement für die Vereine könne man zwar nicht direkt als "Kuschelkurs" bezeichnen, aber als solide Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit.

Ich wollte schon immer einen grünen Beruf.

Johannes Bayer