Hans Grodotzki ist gestorben Bis heute einmalig: Zwei silberne in Rom

Hans Grodotzki ist tot. Um den ehemaligen Langstreckenläufer und Olympia-Helden von Rom 1960 trauert nicht nur die deutsche Leichtathletik.

Silberlauf in Rom: Hans Grodotzki. Foto: mago

Sein zweifacher Silber-Lauf bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom bleibt unvergessen. Wie der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) bekanntgab, ist der frühere Langstreckenläufer Hans Grodotzki bereits am vergangenen Freitag nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 90 Jahren verstorben.

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„Hans Grodotzki war nicht nur ein Ausnahmeläufer, er hat auch nach seiner Karriere die Leichtathletik weiter begleitet und war bis ins hohe Alter eng mit ihr verbunden“, schrieb der DLV-Aufsichtsratsvorsitzende Jochen Schweitzer auf der Homepage des Verbandes. Auch der FC Rot-Weiß Erfurt trauert um sein Ehrenmitglied. „Mit Hans Grodotzki verliert der FC Rot-Weiß Erfurt einen außergewöhnlichen Sportsmann, ein Stück Erfurter Sportgeschichte und einen treuen Freund des Vereins“, schrieb der Klub.

Es war 2. September des Jahres 1960, als Grodotzki in Rom als Teil der gemeinsamen Mannschaft beider deutscher Staaten erst auf der 5000-Meter-Strecke hinter dem Neuseeländer Murray Halberg die Silbermedaille holte. Eine Woche später kam es für den damals 24-jährigen Grodotzki noch besser, als er auch über 10.000 Meter Silber gewann. Auf der längeren Distanz kam er hinter dem Russen Pjotr Bolotnikow ins Ziel und stellte in 28:37,0 Minuten eine persönliche Bestzeit und deutschen Rekord auf. Damit lief sich der gebürtige Ostpreuße in die DLV-Geschichtsbücher, ist er doch bis heute der einzige männliche deutsche Läufer, der zwei Medaillen gleichzeitig bei denselben Olympischen Spielen gewinnen konnte. Von allen deutschen Mittel- und Langstreckenläufern und -Läuferinnen gelang außer ihm nur noch Gunhild Hoffmeister der Gewinn zweier Medaillen bei ein und denselben Olympischen Spielen (1972 in München).

Hans Grodotzki lebte in Potsdam, wo er am 18. September starb.