Großmeister Frankreich wirkte angeschlagen. Nicht einmal sechs Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da nahm Trainer Sebastien Gardillou eine Auszeit. Die deutschen Fans feierten mit "Katharina Filter"-Sprechchören. "Ich hatte ein gutes Gefühl und bin gut reingekommen. Ich bin froh, dass ich so helfen konnte. Aber die Abwehr stand auch bombensicher", sagte die 26-Jährige.
Die Französinnen wurden immer unruhiger und agierten immer härter - Onacia Ondono sah nach einem rüden Foul an Nieke Kühne die Rote Karte. Eine Viertelstunde vor Spielende wurde das WM-Wunder beim Stand von 22:18 immer realer, zumal Filter weiter ein starker Rückhalt für die kämpferisch und spielerisch überzeugende DHB-Auswahl war.
Sieben Minuten vor Ultimo hatte sich Deutschland beim 25:20 sogar ein Fünf-Tore-Polster erarbeitet. Die Uhr tickte für das deutsche Team, das seine Angriffe nun lange ausspielte. Frankreich steckte jedoch nicht auf und verkürzte zweieinhalb Minuten vor Schluss auf drei Treffer. Doch dann zog Leuchter zum Kreis und löste mit ihrem Tor bereits vor der Schlusssirene Jubel auf der deutschen Bank aus.