Handball „Wir rufen endlich unser Potenzial ab“

Von Thomas Levknecht
Der Eisenacher Jonas Ulshöfer (M.) marschiert in die Nahtstelle der Rostocker Abwehr. Foto: sportfotoeisenach

Die Heimatzeitung sprach mit Eisenachs Rückraumspieler Jonas Ulshöfer, der nach überstandenem Kreuzbandriss ein wichtiger Faktor geworden ist, im jüngsten Spiel zwei Treffer markierte und die Abwehr der Hausherren von der HSG Nordhorn-Lingen mehrfach in helle Aufregung versetzte, über die Partie und über die nächsten Ziele des ThSV.

Eisenach - er ThSV Eisenach wartete am 2. Advent in der 2. Handball-Bundesliga mit einer faustdicken Überraschung auf, siegte beim Erstbundesliga-Absteiger HSG Nordhorn-Lingen mit 27:26 Toren. Ein Kempa-Treffer zwischen Adrian Wöhler und Jannis Schneibel verschaffte den Eisenachern in letzter Sekunde den Doppelpunktgewinn. Verdient, wie Trainer Misha Kaufmann auch begründete: „Wir waren schon in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, nutzten unsere guten Torchancen nicht, gaben eine 11:9-Führung aus der Hand, sodass es beim Seitenwechsel 11:11 stand. Dabei war durchaus eine 14:10-Führung möglich. Nach dem Seitenwechsel sind wir über weite Strecken einem Rückstand hinterhergelaufen. Doch wir konnten uns steigern, was für unsere Qualität spricht und zum letztendlichen Doppelpunktgewinn führte“, sagte er. Die Heimatzeitung sprach mit Eisenachs Rückraumspieler Jonas Ulshöfer, der nach überstandenem Kreuzbandriss ein wichtiger Faktor geworden ist, im Spiel zwei Treffer markierte und die Abwehr der Hausherren mehrfach in helle Aufregung versetzte, über die Partie und über die nächsten Ziele des ThSV.

Herr Ulshöfer, Sie sind inzwischen über die Joker-Rolle hinaus?

Meine Aufgaben sind klar definiert. Meine Einsatzzeiten erhöhen sich kontinuierlich, um meine ganz speziellen Stärken auszuspielen. Ich übernehme mehr Verantwortung, spüre das Vertrauen unseres Trainers. Ich soll auf Rückraum Mitte oder Rückraum links die Mannschaft mit führen, auch beim 7 gegen 6 oder in Unterzahl.

Der ThSV Eisenach hat Mitte Oktober den Trainer gewechselt. Was hat sich seit der Amtsübernahme von Misha Kaufmann verändert?

Unsere Abwehr hat sich grundhaft verändert. Die Spieler spüren das Vertrauen des Trainers. Wir setzen dessen Vorgaben erfolgreich um. Die Einstellung aller hat sich deutlich in eine positive Richtung verändert. Wir haben verinnerlicht, jedes Spiel gewinnen zu können. Auch das in der EmslandArena bei der HSG Nordhorn-Lingen. Unser gesamtes Konzept wurde neu aufgestellt. Na klar, wir haben noch Reserven, haben noch Luft nach oben. Je besser wir das Konzept unseres Trainers umsetzen, umso erfolgreicher werden wir spielen.

Was waren die letztendlich ausschlaggebenden Faktoren für den Sieg bei der HSG Nordhorn-Lingen?

Unser unbedingter Siegeswille, der Glauben an uns selbst, auch bei Rückständen. Wir sind im zweiten Abschnitt lange Zwei- oder sogar Drei-Tore-Rückständen hinterhergelaufen, agierten aber nicht kopflos, spielten besonnen weiter, erhöhten in der 57. Minute unser Feuer. Wir wollten die Partie für uns drehen. Ein Kempa-Treffer zum Sieg spricht für unser Selbstbewusstsein!

Ihre Mannschaft verbuchte zuletzt 9:3 Punkte Gibt es dafür ein Rezept?

Über diese Punkteausbeute aus den letzten sechs Spielen freuen wir uns natürlich sehr. Es ist zu sehen, alles greift immer besser ineinander. Was wir trainieren, rufen wir dann auch im Wettkampf ab. Ja, wir rufen endlich unser Potenzial ab.

 

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