Handball, Thüringenliga Sonnebergs Wochen der Wahrheit

Farbe bekennen: Das Fachpublikum des Sonneberger Handballs hat sich schon einmal die besten Plätze gesichert. Foto: /Carl-Heinz Zitzmann

Nach über einem Monat Punktspielpause geht es für die Thüringenliga-Handballer des Sonneberger HV am Samstagabend, 19 Uhr, wieder rund. Die Wochen der Wahrheit beginnen mit dem Nachholspiel des 4. Spieltags gegen den HSV Ronneburg.

Ein kleiner Klassiker steht am Samstag an, war aber viel früher geplant: Das Spiel des Sonneberger HV gegen den HSV Ronneburg war im Vorjahr krankheitsbedingt verschoben worden, kann aber getrost weiterhin als Klassiker des Thüringer Handballsports bezeichnet werden. Geändert zur ursprünglichen Ansetzung haben sich nur die Vorzeichen.

Die Hausherren aus Südthüringen rangieren mit blütenweißer Weste und 16:0 Punkten unangefochten auf dem Spitzenplatz der Thüringenliga. Ronneburg hatte man an sich nicht weit davon entfernt vermutet. Die fünf Niederlagen im bisherigen Saisonverlauf und lediglich vier Doppelpunktgewinne lassen aber nicht mehr als den aktuell Platz sechs mit 8:10 Punkten zu. Dabei verlief der Saisonstart vielversprechend: Gegen Weimar (38:28) und Jena (25:18) gewann man genauso souverän wie in Ziegelheim (30:25). Auch das darauffolgende Heimspiel gegen Behringen/Sonneborn konnte man noch deutlich mit 33:25 gewinnen. Das waren dann aber auch die bisherigen vier Siege.

Keine Besserung im neuen Jahr

Anschließend folgten fünf Pleiten – überraschend, vermeidbar, aber auch ärgerlich. In Altenburg, beim Tabellenletzten, hatte man sicher nicht mit einer 31:35-Niederlage gerechnet. In der Folgewoche in Suhl kann man zwar verlieren, aber die 26:39-Pleite fiel doch mehr als deutlich aus. Eine Woche später sollte zu Hause gegen starke Goldbacher die Wiedergutmachung gelingen. Hauchdünn musste man sich damals mit 23:24 allerdings auch geschlagen geben. Wiederum eine Woche später, zum Jahresabschluss, verlor man 26:31 im Werratal. Dass allerdings auch der Jahreswechsel keine Besserung brachte, verdeutlicht die 28:31-Niederlage vergangene Woche in Weimar.

Die Spielzeugstädter erwarten demnach einen mehr als angeschlagenen Kontrahenten und sollten auf der Hut sein. Ronneburg darf nicht unterschätzt werden. Andererseits haben sich die Südthüringer im bisherigen Saisonverlauf in bestechender Form präsentiert und wollen dies natürlich auch im neuen Jahr fortsetzen.

Nach dem Duell gegen Ronneburg folgen drei weitere Heimspiele, zwei davon gegen direkte Kontrahenten um die Tabellenspitze: Goldbach/Hochheim und Werratal sowie Altenburg. Sollten alle erfolgreich gestaltet werden können, wäre dies ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft.

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