Vor Derby gegen Suhl SHV-Handballer siegen erneut

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Trifft einmal: Volodymyr Maslak. Foto:  

Am 9. Spieltag bezwingt der souveräne Spitzenreiter vom Sonneberger HV die Gäste vom SV T&C Behringen/Sonneborn mit 31:16 (13:8). Es darf also schon wieder vom Aufstieg geträumt werden?

Wir schreiben den 9. Spieltag, die Spielzeugstädter absolvierten aber erst ihr achtes Saisonspiel. Ein Nachholspiel gegen Ronneburg steht noch aus und soll am 14. Januar stattfinden. Zu Buche stehen aktuell also acht Spiele, in denen die Thüringenliga-Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV) achtmal das Parkett als Sieger verließen. So auch am zurückliegenden Samstagabend, als sie nach anfänglichen Schwierigkeiten schlussendlich dennoch souverän und deutlich mit 31:16 gegen den SV Town & Country Behringen/Sonneborn gewannen. 16:0 Punkte und eine Tordifferenz von +72 Toren verdeutlichen, dass die Spielzeugstädter derzeit unangefochten als Tabellenführer Thüringens höchster Spielklasse gelistet werden. Durchaus beeindruckend!

Am zurückliegenden Samstagabend hatten die Sonneberger in der ersten Hälfte noch erhebliche Probleme mit den Gästen aus Behringen und Sonneborn. Zur Halbzeitpause leuchtete ein 13:8 von der Anzeigetafel, wobei man bis zum 7:7 nach genau 19 gespielten Minuten pari pari unterwegs gewesen war. Dann aber erhöhten die Hausherren die Schlagzahl.

Ein ganz besonderer Treffer

Aus der Kabine zurück, machten die Gastgeber schließlich kurzen Prozess. Nach zehn gespielten Minuten im zweiten Durchgang erzielte Konstiantyn Ustymenko die erste Zehn-Tore-Führung (21:11). Das folgende Tor war dann auch ein besonderes: Nicht nur, weil es die Führung auf 22:11 erhöhte, sondern weil es sein erstes Saisontor war. Der aus dem Nachwuchs des HSC 2000 Coburg im Sommer nach Sonneberg gekommene Mert Harmandaroglu traf sehenswert.

Diese Begegnung war nun längst entschieden, auch wenn noch über 15 Minuten zu spielen waren. Beim Treffer zum 30:15 von Tom Rehm kurz vor Spielschluss betrug die Führung gar 15 Tore, und der nächste Sonneberger Doppelpunktgewinn konnte kurze Zeit später bejubelt werden. Erfolgreichster Werfer der Südthüringer war einmal mehr Dino Mustafic. Der Coburger mit slowenischen Wurzeln erzielte insgesamt zwölf Treffer.

Am kommenden Wochenende wird es dann nicht nur auf Mustafic ankommen. Die gesamte Mannschaft ist gefragt, muss hoch konzentriert zu Werke gehen und vor allem im Deckungsverbund mit den Torhütern funktionieren. Am Samstag wird man in Suhl erwartet – ebenfalls ein Anwärter auf die Medaillenränge, der allerdings nicht so erfolgreich in die Saison gestartet ist. Lediglich 13:5 Punkte stehen zu Buche, aber eben auch eine Tordifferenz von +70 Toren. Das Südthüringen-Derby dürfte auch diesmal halten, was es bereits in der Vergangenheit versprach: hochklassigen, emotionalen Handball. Das Vorspiel in der Suhler Wolfsgrube bestreiten übrigens die beiden Reservemannschaften aus Sonneberg und Suhl – ebenfalls ein Klassiker. Laufen doch etliche ehemalige Oberliga-Spieler auf.

Sonneberg: Kriuchkov, Melniychuk; Ustymenko (1), Harmandaroglu (1), Pedan, Ladyko (2), Maslak (1), Sychow, Untu (5), Mustafic (12/3), Zakharov (2), Bulov (2), Levitskiy (1), Rehm (4)

Strafwürfe/Sonneberg: 3/3, Behringen/Sonneborn: 2/2 – Zeitstrafen/Sonneberg: 3, Behringen/Sonneborn: 0

 

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