Handball, Thüringenliga Absteiger Sonneberg glänzt

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Im Verbund: Eduard Zakharov, der erfolgreichste Sonneberger Torschütze (links), blockt im Verbund mit Dino Mustafic und Tom Rehm (rechts) den Angriff des Werratalers Sascha Kleint ab. Foto: Heiko Matz/Heiko Matz Foto:  

Handball, Thüringenliga
Lange Zeit liegt der Oberliga-Absteiger Sonneberger HV beim Südthüringen-Duell bei der HSG Werratal zurück. Dann gewinnt er noch mit 28:26 (11:12). Die Analyse des 1. Spieltages

Mit einem 28:26-Auswärtssieg sind die Thüringenliga-Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV) am Samstagabend erfolgreich in die Saison gestartet. Das Südthüringen-Derby in Breitungen gegen die HSG Werratal stand dabei bis zum Schluss auf Messers Schneide. Die Spielzeugstädter waren am Ende cleverer und schaukelten in den Schlussminuten den Auftakterfolg nach Hause. Glücklich und erleichtert konnte man die Heimfahrt antreten; war doch die Ausgangssituation noch weniger optimistisch ...

Verzichten musste man beim Auftakt auf die kürzer getretenen Paul Dietrich und Marius Bondar. Beide werden zukünftig nur im Notfall helfen. Verletzungsbedingt fehlten außerdem Konstiantyn Ustymenko, Anton Sychow und Oleg Kumogorodskyy. Virich Vadim stellte sich zumindest angeschlagen in den Dienst der Mannschaft. So überraschte es auch nur bedingt, dass sich Manuel Müller nach seinem sportlichen Abschied in der zurückliegenden Saison diesmal als Notfalloption als Spieler zur Verfügung stellte. Nach langer, überstandener Verletzungspause wieder mit dabei war dagegen Tom Rehm, der einen erfolgreichen Einstand feierte.

Drei weitere neue Namen

Außerdem fanden sich auf dem Spielprotokoll drei weitere neue Namen: Aus Coburg von deren Bundesliga-Reserve kam der 19-jährige Mert Harmandaroglu, aus Estland Volodymyr Maslak und aus der Ukraine Eduard Zakharov. Letzterer avancierte auch gleich zum besten Schützen auf dem Parkett, netzte er doch insgesamt zwölf Treffer ein, darunter fünf Strafwürfe. In der Torschützenliste dahinter reihten sich der ehemalige Coburger, Dino Mustafic, mit sechs sowie der weitere Neuzugang, Volodymyr Maslak, mit vier Treffern ein.

Im ersten Durchgang merkte man den Gästen aus dem südlichsten Thüringen noch eine gewisse Nervosität an – sicherlich fehlt es auch noch an der perfekten Abstimmung, wobei dies im zweiten Durchgang bereits spürbar besser wurde. In den ersten 30 Minuten jedenfalls musste man einem Rückstand hinterlaufen (0:1, 3:4), glich beim 4:4 erstmals kurz aus, um dann wieder ins Hintertreffen zu geraten. Beim 7:10 nach gut 22 gespielten Minuten war man im Sonneberger Lager weniger zufrieden und zückte kurz darauf die grüne Karte zur Auszeit. Bis zum Pausentee aber ein ähnliches Bild, denn die HSG Werratal legte weiter vor und ging mit einem knappen 12:11-Vorsprung in die Kabine.

Von dort zurück, erhöhten die Gastgeber gleich auf 14:11 und waren auch beim eigenen 17:15 noch in Führung. Der Ausgleich gelang den Spielzeugstädtern dann beim 17:17 und anschließend gar die erste Führung (18:17/43.). Bis zum 22:22 ging es hin und her, ehe sich die SHV-Mannen erstmals und vermutlich vorentscheidend mit zwei Toren absetzen konnten (24:22). Da waren zwar noch gut sieben Minuten zu spielen, doch die Sonneberger schafften es jetzt immer wieder, mit zwei Toren in Front zu gehen (26:24, 27:25) und schlussendlich auch den am Ende verdienten 28:26-Auswärtssieg zu retten.

Sonneberg: Kriuchkov, Melniychuk; Harmandaroglu, Virich, Müller, Maslak (4), Untu (3), Mustafic (6), Zakharov (12/5), Bulov (1), Levitskiy, Rehm (2)

Strafwürfe/Werratal: 2/3, Sonneberg: 5/8 – Zeitstrafen/Werratal: 5, Sonneberg: 2

 

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