Handball Im Angriff klemmt die Säge

Thomas Levknecht
Beim Wurf: ThSV-Rückraumspieler Daniel Hideg. Foto: sportfotoeisenach

Handball-Zweitligist ThSV Eisenach egalisiert mehrere klare Rückstände und verliert dennoch 26:27 beim TV Großwallstadt.

Knapper geht es nicht: Mit einer 26:27 (11:13)-Niederlage beim TV Großwallstadt ist der ThSV Eisenach in die neue Saison der 2. Handball-Bundesliga gestartet. Vier verworfene Siebenmeter waren mindestens einer zu viel, ansonsten wäre immerhin ein Punkt herausgesprungen.

Die Chancenverwertung war nach der Partie das beherrschende Thema, denn beim Abschluss klemmte die Säge gewaltig. „Wir haben uns bessere Torchancen als die Hausherren erarbeitet, aber die Großwallstädter haben aus ihren Chancen mehr Treffer erzielt“, räumte der 25-jährige Rückraumspieler Daniel Hideg ein, der nach mehrmonatiger Pause wegen einer Hüft-Operation über lange Strecken wieder auf dem Parkett stand.

Manager René Witte fühlte sich an das Pokalspiel eine Woche zuvor beim TV Hüttenberg erinnert, das nach zweifacher Verlängerung 39:40 aus Eisenacher Sicht endete: „Das war teilweise ein Spiegelbild des Pokalkrimis. Nur dieses Mal sind wir ständig einem Rückstand hinterhergelaufen, haben aber nie aufgesteckt, obwohl wir erneut zu viele Tormöglichkeiten ungenutzt verstreichen ließen. Dass der entscheidende Gegentreffer zur Niederlage in den Schlusssekunden fiel, ist freilich eine bittere Pille.“ Auch Trainer Misha Kaufmann haderte mit den höheren Mächten des Handballs: „Das ist jetzt das zweite Spiel kurz hintereinander, das wir in letzter Sekunde verloren haben. Aktuell passen ein paar Kleinigkeiten noch nicht. Das müssen wir ändern.“

Nach mehreren Fünf-Tore-Rückständen schien im Finish zumindest ein Punkt greifbar, denn der ThSV kämpfte sich vom 23:26 (57.) zum 26:26-Ausgleich heran. Da waren noch 17 Sekunden zu absolvieren, doch dann ließ Mario Stark die Gastgeber mit einem Distanzwurf aus mittlerer Position jubeln. „Statt offensiv herauszutreten, waren wir in dieser Szene zu passiv“, befand ThSV-Neuzugang Timothy Reichmuth. Kaufmann ärgerte sich allerdings mehr über die Schluderei vor dem gegnerischen Kasten: „Wir haben 14 freie Bälle verworfen. Besonders die Effizienz von den Flügeln war mangelhaft.“

 

Bilder