Handball, European League Die Sensation bleibt aus

Freie Position: Storhamars Kristin Venn setzt entschlossen zum Wurf an, die THC-Spielerinnen Anika Niederwieser und Sara Rönningen beobachten die Szene. Foto: imago/Sports Press

Für den Thüringer HC ist in Norwegen nichts zu holen, obwohl die Gäste nach dem verlorenen Hinspiel noch einmal alles geben.

 
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Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC haben den Einzug ins Final Four der European League deutlich verpasst. Das Team von Trainer Herbert Müller verlor das Viertelfinal-Rückspiel beim norwegischen Spitzenclub Storhamar Handball Elite mit 26:33 (9:15). Beste Werferin bei den Thüringerinnen, die ohne die am Knie verletzte Nationalspielerin Annika Lott auskommen mussten, war Jennifer Rode mit neun Toren. Bereits das Hinspiel hatte der THC sechs Tage zuvor in Bad Langensalza nach einem furiosen Schlagabtausch mit 35:39 verloren.

„Schade, dass wir ausgeschieden sind, und schade, dass wir nicht gleich Druck auf den Gegner ausgeübt haben und zu Beginn einiges an Chancen liegen gelassen haben“, sagte THC-Trainer Herber Müller in Anschluss: „Wir haben deutlich besser verteidigt als im Hinspiel, dafür aber Schwierigkeiten im Angriff hatten. Storhammer steht verdient im Final-Turnier.“

In Hamar entwickelte sich zunächst eine zerfahrene Partie. Erst nach viereinhalb Minuten gelang Rode das erste Tor für die Thüringerinnen, doch auch Storhamar konnte zunächst nicht an die Offensivleistung aus dem Hinspiel anknüpfen. So erzwangen die Gäste bis zum 4:4 (12. Minute) ein Duell auf Augenhöhe, ehe sie sich mit technischen Fehlern und ungenauen Abschlüssen selbst das Leben immer schwerer machten und die Norwegerinnen zu Tempogegenstößen einluden. Storhamar nutzte die Schwächephase des THC aus und zog auf 11:5 (24.) davon.

Nach der Pause stemmten sich die Thüringerinnen noch einmal gegen das drohende Aus und kämpften sich dank eines deutlich verbesserten Umschaltspiels auf 15:17 (37.) heran. Die Gastgeberinnen wackelten allerdings nur kurz und fanden nach einer Auszeit wieder zu ihrem Tempospiel. Angeführt von der überragenden Anniken Obaidli, die acht Tore erzielte, setzte sich Storhammer bis zur 51. Minute vorentscheidend auf 28:22 ab.

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