Handball-Europapokal THC träumt von der Titelverteidigung

Der Thüringer HC greift in der European League erneut nach dem Titel. Die Endrundengegner kommen aus Dänemark, Frankreich und Ungarn.

Torjägerin: Johanna Reichert. Foto: imago/Christian Heilwagen

Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC haben in der European League erneut das Finalturnier erreicht. Das Team von Trainer Herbert Müller verlor zwar das Viertelfinal-Rückspiel gegen Nykobing Falster Handbold vor heimischer Kulisse mit 36:37, sicherte sich aufgrund des 31:27-Hinspielerfolgs in Dänemark aber das Weiterkommen. Der THC, bei dem die österreichische Nationalspielerin Johanna Reichert mit 15 Toren überragte, hat nun bei der Endrunde am 16. und 17. Mai die Gelegenheit, den Titel aus der Vorsaison zu verteidigen. Gegner sind Viborg HK (Dänemark), Bourgogne Dijon aus Frankreich und der ungarische Spitzenklub MOL Esztergom. Ein Austragungsort steht noch nicht fest, die Tendenz geht offenbar in Richtung Dijon.

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„Ein bisschen Nervosität war vor dem Spiel schon dabei, auch wenn wir durch den Sieg in Dänemark ein kleines Polster hatten“, berichtete Reichert. „Ob ich die Tore mache oder jemand anderes, ist mir eigentlich egal. Ich habe mir selber einfach ganz viele Bälle genommen und bin extrem froh, dass wir es wieder ins Final Four geschafft haben.“

Nicht nur bei der Torjägerin, sondern auch beim Trainer war eine Mischung aus Erleichterung, Stolz und Freude zu spüren. „Die Heimniederlage stört mich nicht. Insgesamt hat es gereicht gegen eine absolute Weltklassemannschaft, es ging nur um das Gesamtergebnis aus Hin- und Rückspiel“, rechnete Herbert Müller vor. „Ich finde, dass es insgesamt ein sehr gerechtes Weiterkommen von uns ist. Und es ist der blanke Wahnsinn – in den letzten vier Jahren sind wir dreimal ins Final Four eingezogen.“