Handball-Bundesliga Vipern beißen, aber nicht stark genug

  Foto: Eibner-Pressefoto/ Sippel /

Es dauert lange, aber am Ende setzt sich der Thüringer HC beim Handball-Bundesliga-Duell gegen die Bad Wildungen Vipers doch noch klar ab.

Bad Wildungen - Mit zwei Punkten kehrte der Thüringer HC gegen die HSG Bad Wildungen Vipers nach einem 31:24 (15:13)-Auswärtsspiel nach Thüringen zurück. Lange konnte sich der Thüringer HC nicht gegen die auf Augenhöhe mithaltenden Vipers absetzen, um den Sieg frühzeitig sicher zu machen.

Erst in der Schlussphase der zweiten Halbzeit sicherten sich die Thüringerinnen nach einen 6:0-Lauf die deutliche Führung gegen die Nachbarn aus Hessen. Sieben Treffer erzielte Munia Smits als beste Werferin für die Gastgeberinnen. Die tschechische Nationalspielerin Marketa Jerabkova netzte 14 Mal ins gegnerische Tor ein.

Die Vipers begannen druckvoll im Angriff gegen den THC, die mit einer starken Abwehr loslegten und durch Balleroberung in Führung gehen konnten. Auf das 3:1 aus Sicht der Thüringerinnen reagierten die Vipers und erzielten mit zwei schnellen Treffern das Unentschieden. Bis zur 8. Minute erarbeitete sich der THC wieder ein Drei-Tore-Polster (4:7). Zu viele eigene Fehler und Ungenauigkeiten aufseiten der Müller-Sieben verhinderten, dass sich die Gäste mit mehr als vier Toren absetzen konnten (11:15). Mit einem knappen 13:15 verabschiedeten sich die Mannschaften in die Pause.

Gleich nach Wiederanpfiff kassierte Jana Scheib die Rote Karte für die Vipers, unglücklich versuchte sie, Emma Ekenman-Fernis im Tempogegenstoß zu stoppen. Den fälligen Strafwurf verwandelte Marketa Jerabkova zum 13:17. Im Tor zeigte Petra Blazek mehrfach ihr Können und parierte sicher gegen die Gastgeberinnen. Mit schnellen Aktionen im Umschaltspiel gelang es den Vipers, die Führung zu verkürzen. In der 45. Minute der Ausgleich, Munia Smits netzte von der Strafwurflinie zum 23:23 ein. Es war der vierte Treffer der HSG Bad Wildungen in Folge.

Für den THC setzte sich das Auf und Ab aus den letzten Bundesligapartien fort. Acht Minuten vor dem Abpfiff lagen die Thüringerinnen mit zwei Toren vorn – 24:26. Mit dem Spiel mit leerem Tor versuchten die Bad Wildungerinnen in dieser Phase, eine doppelte Unterzahl zu kompensieren. Doch innerhalb von sieben Minuten baute der THC eine Sechstoreführung auf (24:30). Damit war das Spiel anderthalb Minuten vor dem Schlusspfiff zugunsten des THC entschieden.

THC-Trainer Herbert Müller war nach dem Kampfspiel sehr glücklich: „Ganz entscheidend sind die beiden Punkte und dass die Mannschaft speziell in der Crunchtime und in den engen Spielsituationen den Kopf oben gelassen hat.“ bh/ah

THC: Kuske, Skurtveit Davidsen, Blazek; Ekenman-Fernis 6/3, Scheffknecht, Iskit 3, Großmann, Rühl, Kündig, Jakubisova, Huhnstock, Neidhart 2, Jerabkova 14/2, Huber 6

Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro; Strafwürfe: 6/4 – 6/5; Zeitstrafen: 4 – 2; Disqualifikation: Scheib (Vipers/31:42)

 

Autor

 

Bilder