Handball-Bundesliga ThSV Eisenach erhält Komplimente vom Nationalspieler

Thomas Levknecht

Beim Club von der Wartburg pendelt die Stimmung nach der knappen Niederlage in Flensburg zwischen Enttäuschung und Stolz. Im Pokal geht es zu einem Zweitligisten.

Rein damit: Dominik Solak trifft für Eisenach beim Spiel in Flensburg. Foto: imago/Lobeca

Soll man sich nun freuen oder ärgern? Auch mit etwas Abstand war das Saison-Auftaktspiel des ThSV Eisenach bei der SG Flensburg-Handewitt schwer zu greifen. Einerseits hatten die Bundesliga-Handballer von der Wartburg eine starke Leistung gezeigt und an der Überraschung geschnuppert. Andererseits standen sie am Ende mit leeren Händen da, weil der haushohe Favorit von der deutsch-dänischen Grenze in den Schlussminuten noch einmal zwei Gänge hochschaltete und den 28:30-Rückstand (54.) in einen 33:31-Heimsieg verwandelte.

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„Ein großes Lob, wie es Eisenach gemacht hat“, sagte Nationalspieler Marko Grgic, der vor gut einem Jahr vom ThSV gen Norden gewechselt war. „Nach der Pause hätte sich die Waage auch zur anderen Seite neigen können.“

Eine große Stärke der Gäste war die Geduld. Eisenach spielte die Angriffe in aller Ruhe aus und nahm dadurch das Tempo aus der Partie. In der Abwehr wurde beherzt zugepackt, dieses Gesamtpaket stellte Flensburg vor Probleme. „Wir haben 60 Minuten humorlos unseren Stiefel heruntergespielt – und das gegen eine Mannschaft aus den Top drei der stärksten Handball-Liga der Welt“, sagte der 22-jährige Elias Scholtes, den es vor dieser Saison vom Bergischen HC in den Thüringer Westen gezogen hatte. Dass Eisenach konkurrenzfähig war, lag auch am Linkshänder aus Bruchsal – von sechs Versuchen fanden fünf Bälle den Weg ins Netz.

Es kam nicht überraschend, dass Trainer Sebastian Hinze trotz der Niederlage zuversichtlich wirkte: „Wir haben über 60 Minuten ein gutes Angriffsspiel mit hoher Abschlussqualität hinbekommen und sind in der zweiten Halbzeit defensiv besser geworden. Klar ist es bitter, dass wir nach so einem guten Spiel nichts mitnehmen. Es hat noch nicht gereicht, aber unzufrieden bin ich nicht.“

Weiter geht es für Eisenach an diesem Donnerstag. Im ersten Heimspiel der Saison ist ab 20 Uhr Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten zu Gast in der noch nicht ganz ausverkauften Werner-Aßmann-Halle.

Gut drei Wochen später, genauer gesagt im Zeitraum vom 22. bis 24. September, steht die zweite Hauptrunde im DHB-Pokal auf dem Programm. Die Auslosung ergab für Eisenach ein Auswärtsspiel bei Zweitliga-Aufsteiger TV Emsdetten.