Handball-Bundesliga Hamburg darf weiter auf Lizenz hoffen

Martin Kloth

Ein Schiedsgericht erteilt dem Konkurrenten des ThSV Eisenach die Spielberechtigung für die Saison 2024/25, fordert vom Klub aber eine Sicherheitsleistung ein.

HSV-Urgestein: Torwart Johannes Bitter, hier im Spiel am Mittwochabend gegen ThSV-Akteur Marko Grgic. Foto: imago//Lobeca

Der HSV Hamburg kann weiter auf den Verbleib in der Handball-Bundesliga hoffen. Ein Schiedsgericht gewährte den Norddeutschen am Donnerstag – einen Tag nach dem 33:29-Heimsieg gegen den ThSV Eisenach – die Lizenz für die Saison 2024/25. Allerdings muss der Klub bis zum 5. Juni eine zusätzliche Sicherheitsleistung erbringen, teilte der Ligaverband HBL nach der mehr als sechsstündigen Sitzung in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover mit.

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„Nach maximaler Anspannung in den letzten Tagen ist durchaus Erleichterung zu spüren, das Urteil ist für uns ein Erfolg. Und jetzt werden wir alles in die Waagschale werfen, um diese Bedingung bis zum nächsten Mittwoch fristgerecht zu erfüllen“, erklärte Sebastian Frecke, der Geschäftsführer des Klubs. Sollte die nicht näher bezifferte Sicherheitsleistung, die der Abdeckung möglicherweise zukünftig entstehender finanzieller Risiken dient, nicht fristgerecht eingehen, gilt die Lizenz als nicht erteilt und die Hamburger stehen als Zwangsabsteiger fest.

Fakt ist: Unabhängig vom Ausgang fällt die Entscheidung erst nach dem letzten Bundesliga-Spieltag am 2. Juni. Damit geht auch die Zitterpartie für den Bergischen HC als Tabellen-17. weiter. Erhält Hamburg keine Lizenz, würde der BHC Erstligist bleiben.

Die Handball-Bundesliga hatte dem Tabellenneunten aus der Hansestadt die Spielberechtigung zunächst verweigert, weil er einer Bedingung nicht fristgerecht nachgekommen war. Der Nachweis über die Schließung einer Finanzlücke war erst mit Verspätung eingegangen. Eine Beschwerde des Vereins gegen diese Bedingung war vom Präsidium der HBL abgewiesen worden.