Handball-Bundesliga Eisenach schrammt am Sieg vorbei

Kampf, Krampf, dominierende Abwehrreihen und eine leistungsgerechte Punkteteilung: Der ThSV trennt sich im Duell der Tabellennachbarn 25:25 vom HC Erlangen.

Kreativer Kopf des Eisenacher Spiels: Felix Aellen (Mitte). Foto: imago/Martin Herbst

Nächste Episode im mühsamen Kampf um den Klassenerhalt: Der ThSV Eisenach hat am Donnerstagabend 25:25 gegen den HC Erlangen gespielt und steht nach 23 Spieltagen in der Handball-Bundesliga mit 16 Punkten absolut im Soll. Die 2850 Zuschauer in der erneut ausverkauften Werner-Aßmann-Halle hatten zwar auf den achten Heimsieg gehofft, doch in der Endabrechnung könnte auch der eine Punkt von großem Wert sein.

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„Wir müssen eine stabile Abwehr stellen und ins Tempospiel kommen“, hatte Rückraumspieler Stephan Seitz als Devise ausgegeben. Letzteres klappte zwar nicht nach Wunsch, dafür war die Deckung umso stabiler. Abwehrchef Philipp Meyer und seine Nebenleute wichen den Franken nicht von der Seite. Hinzu kamen ein Torhüter auf Betriebstemperatur und ein Pakt mit dem Pfosten, den die Erlanger bis zur Halbzeit dreimal anvisierten.

Nur zehn Mal musste Schlussmann Matija Spikic vor dem Seitenwechsel den Ball aus dem Netz holen. Auf der anderen Seite des Spielfeldes brannten die Eisenacher zwar kein Feuerwerk ab, doch sie brachten es in den ersten 30 Minuten immerhin auf 13 Treffer. Vor allem Spielmacher Felix Aellen stach heraus, der Schweizer Nationalspieler warf fünf Tore und bereitete drei vor.

Halbzeit zwei begann aus Eisenacher Sicht optimal. Aellen und Vincent Büchner trafen, Spikic hielt – und schon stand es 15:11. Dieser vergleichsweise komfortable Vorsprung schmolz aber schnell wieder zusammen, sodass sich das Duell der Tabellennachbarn mehr und mehr zum Krimi entwickelte. Die Abwehr der Erlanger legte die ThSV-Torjäger nun deutlich besser an die Kette als vor der Pause, die Hausherren mussten sich jede einzelne Chance hart erarbeiten.

Als Marek Nissen in der 52. Minute für den HCE zum 22:22 ausglich und Christopher Bissel wenig später den 23. Erlanger Treffer erzielte, wurde es brenzlig. Würde der ThSV das Spiel tatsächlich noch aus der Hand geben? In die letzten Spielminute ging es mit einem 25:24 für die Gäste. Dann glich Aellen per Hüftwurf aus, Spikic parierte gegen Sander Överjordet – und nachdem Eisenachs Kapitän Peter Walz den letzten Wurf über das Tor setzte, stand es am Ende 25:25. Erfolgreichste Werfer waren Aellen für den ThSV mit elf und Nissen für den HCE mit sechs Toren, Spikic kam insgesamt auf 13 Paraden.