Handball beim Sonneberger HV Zu wenig: 30 Minuten Konzentration

shv

Als der Sonneberger HV zur Halbzeit mit 17:12 führt, scheint alles nach Plan zu laufen. Doch die Bundesliga-Reserve aus Eisenach wacht dann so richtig auf ...

Am 3. Spieltag der Oberliga Thüringen gab es für die Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) statt des erhofften Erfolgserlebnis den nächsten Rückschlag vor heimischer Kulisse. Beim Duell mit der Nachwuchsmannschaft des ThSV Eisenach zeigte man nur in Hälfte eins eine starke Reaktion und ging auch verdient mit einer Führung in die Pause. Im zweiten Abschnitt schlich sich wieder der Schlendrian ein, und die Konzentration war nicht mehr zu hundert Prozent vorhanden. Die Abwehr ließ zu große Lücken und eröffnete dem Gegner leichte Tore, und auch im Angriff wurde zu frühzeitig abgeschlossen und klare Chancen vergeben. So drehten die Gäste aus Eisenach das Spiel komplett und fügten dem SHV mit 28:29 (17:12) die nächste Niederlage zu.

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Radenovic beruhigt mit drei Treffern

Nach ausgeglichenem Beginn (8. Minute/3:2) kamen die Sonneberger Männer immer besser in die Partie und zeigten ihr Potenzial. Aufgrund einer stabilen Abwehr und einem gut aufgelegten Borys Kriuchkov im Tor übernahmen sie das Kommando im Spiel. Im Angriff zeigte man sich variabel und unberechenbar, was auch die vielen verschiedenen Torschützen zeigen. Mit diesem guten Zusammenspiel konnte sich der SHV bis zur 14. Spielminute auf 8:3 absetzen. Nach einer folgenden Auszeit der Gäste wurde das Spiel wieder enger, und Eisenach kam wieder auf drei Tore heran (21./11:8).

Sonnebergs Trainer Pit Poser griff umgehend ein und nahm ebenfalls eine Auszeit. Diese zeigte sofort Wirkung. Durch drei Tore von Radivoje Radenovic wuchs der Vorsprung schnell wieder an und pendelte sich bis zur Halbzeit auf fünf Treffer ein. Mit einer verdienten 17:12-Führung ging es in die Pause; alles schien nach Plan zu laufen.

In Halbzeit zwei bekam das zahlreiche Publikum ein ganz anderes Sonneberger Team zu Gesicht. In der Defensive fehlte die Abstimmung, und oft war man einen Schritt zu spät. Auch im Angriff fand man lange keine Lösungen und gab Chancen leichtfertig daher. So kamen die Gäste innerhalb kürzester Zeit bis auf zwei Tore heran (36./19:17). Die Eisenacher hatten nun klar die Oberhand aber Sonneberg versuchte, zurück in die Partie zu finden. Dies gelang mehr schlecht als recht. So stellten die Gäste mit ihrem Tor zum 22:22 in Spielminute 43 das Ergebnis wieder auf Anfang.

Starker ThSV-Torsteher

Die nächsten Minuten ging es zunächst umkämpft weiter, aber die Eisenacher hatten das Momentum jetzt auf ihrer Seite. In Minute 52 hatten sie beim Stand von 25:27 erstmals eine Zwei-Tore-Führung inne. Sonneberg konterte zwar durch zwei Treffer von Vlad Martalog, scheiterte aber in der Folge aber mehrmals am jetzt zur Hochform auflaufenden Eisenacher Keeper. Mit der Abwehr eines freien Wurfes, 20 Sekunden vor Ende, sicherte er schlussendlich den Eisenacher Sieg. Die Partie endete mit 28:29.

Erneut standen die Sonneberger also mit leeren Händen da, obwohl für sie nach der guten Leistung in den ersten 30 Minuten sogar ein Doppelpunktgewinn möglich gewesen wäre.