Ja! Warum denn nicht! Hissen wir eine Israel-Flagge vor dem Erfurter Rathaus, wie es die jüdische Landesgemeinde vorschlägt. Zur Erinnerung an den Terroranschlag der Hamas, der sich am Dienstag zum zweiten Mal jährt. Damit wir sie nicht ganz vergessen, die 1200 Opfer des brutalen Anschlags und die 250 Geiseln, die von der Hamas verschleppt worden sind. Wenigstens in diesen Tagen. Besser noch, solange sich israelische Geiseln in der Hand der Hamas befinden. In Erfurt. Und warum nicht auch in weiteren einstigen Zentren jüdischer Kultur und jüdischen Lebens? Es wäre eine schöne und eine wichtige Geste: Der Terroranschlag vom 7. Oktober 2023 war und ist auch ein Anschlag auf uns und unsere jüdischen Mitbürger. Das können wir nicht deutlich genug machen. Denn wir müssen aufpassen, dass Täter und Opfer nicht verwechselt werden. Damit wir Politik und Kriegsführung der israelischen Regierung auch kritisieren können, wenn es angebracht erscheint. Israel muss das Recht haben, sich gegen Terror zu verteidigen. Aber das darf kein Freibrief für Menschen- oder Völkerrechtsverletzungen sein. Es geht darum, Terrorakte wie vor zwei Jahren unmöglich zu machen, nicht um Vernichtung oder Rache. Umgekehrt würde ich mir wünschen, die internationale Gemeinschaft würde sich die Sicherheit der israelischen Bevölkerung so zu Herzen nehmen wie das der Palästinenser. redaktion@insuedthueringen.de
Hamas-Anschlag Wichtige Geste
Georg Grünewald 05.10.2025 - 18:32 Uhr