Gymnasium Sonneberg Abiturjahrgang setzt Zeichen der Verantwortung

Mit 1100 Euro unterstützt der Abiturjahrgang 2026 des Pistor-Gymnasiums drei Einrichtungen für Kinder und Jugendliche – und beendet die Schulzeit mit der „schwarzer Null“.

Carolin Engelbrecht und Karina Meichsner (Förderverein Hermann-Pistor-Gymnasium Sonneberg, 300 Euro), Birgit Schindhelm (Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland, 500 Euro) und Steffen Hähnlein (Sibylle-Abel-Stiftung, 300 Euro) nahmen die Schecks jeweils entgegen. Foto: privat

Mit einer besonnenen Rede über die vielen Facetten von Mut eröffnete Direktorin Angela Jannusch den Abiball des Jahrgangs 2026 am Hermann-Pistor-Gymnasium Sonneberg. Im Anschluss erhielten die Absolventinnen und Absolventen feierlich ihre Zeugnisse. Dabei setzten sie zugleich ein Zeichen der Dankbarkeit und gesellschaftlichen Verantwortung.

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In ihrer gemeinsamen Abiturrede blickten die Jahrgangssprecher Clara Engelbrecht und Janik Hähnlein auf die vergangenen Schuljahre zurück. Mit humorvollen Anekdoten, nachdenklichen Momenten und einem ausführlichen Dank an Eltern, Lehrkräfte und weitere Wegbegleiter würdigten sie die gemeinsame Zeit am Gymnasium und richteten zugleich den Blick nach vorn.

Besonders hervorgehoben wurde das Engagement des Jahrgangs bei der Organisation des Abiballs. Über den traditionellen Abi-Stammtisch planten die Schülerinnen und Schüler die Veranstaltung – mit Unterstützung von Förderverein und Schulleitung – weitgehend eigenständig.

Gelernt zu wirtschaften

Die notwendigen finanziellen Mittel erwirtschafteten sie in den vergangenen zwei Jahren durch den Verkauf von Speisen und Getränken bei zahlreichen Veranstaltungen in Sonneberg sowie durch die Unterstützung von Sponsoren und Spendern.

„Wir haben in dieser Zeit nicht nur organisatorische und kaufmännische Erfahrungen gesammelt, sondern auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen und füreinander da zu sein“, betonte Clara Engelbrecht.

Clara Engelbrecht und Janik Hähnlein blickten auf die gemeinsame Zeit am Hermann-Pistor-Gymnasium zurück. Über verschiedene Aktionen organsierten die Absolventen auch die Spendengelder und befolgten dabei die alte Kaufmannsweisheit: „Im Einkauf liegt der Gewinn“. Foto: privat

Mit einem Augenzwinkern ergänzte Janik Hähnlein: „Beim Kuchenverkauf galt stets die wichtigste betriebswirtschaftliche Regel: Im Einkauf liegt der Gewinn. Deshalb danken wir allen backfreudigen Müttern für ihre Künste und die gespendeten Zutaten sowie allen Helfern und Unterstützern.“

Da nach Abzug aller Kosten ein Überschuss verblieb, entschieden sich die Absolventinnen und Absolventen bewusst, ihre Schulzeit mit einer „schwarzen Null“ abzuschließen. Insgesamt 1100 Euro wurden für gemeinnützige Zwecke gespendet.

Drei Projekte profitieren

Im Sinne der am Gymnasium vermittelten humanistischen Werte fiel die Wahl auf drei Einrichtungen, die sich in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche engagieren: Das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland erhielt 500 Euro zur Unterstützung schwerstkranker Kinder und ihrer Familien.

300 Euro gingen an den Förderverein des Gymnasiums Sonneberg, der Projekte und Anschaffungen ermöglicht, wo öffentliche Mittel nicht ausreichen. Weitere 300 Euro wurden an die Sibylle-Abel-Stiftung übergeben, die nachhaltig Kinder- und Jugendprojekte in der Region fördert.

Im Rahmen des Abiballs überreichten die Absolventen die Spendenschecks an die Vertreterinnen der Einrichtungen. Sie zeigten sich überzeugt, dass die Gelder dort sinnvoll eingesetzt werden und einen wichtigen Beitrag für das Wohl von Kindern und Jugendlichen leisten.

Mit dieser Spendenaktion setzte der Abiturjahrgang 2026 nicht nur einen würdigen Schlusspunkt unter seine Schulzeit, sondern hinterließ zugleich ein sichtbares Zeichen von Gemeinschaftssinn und gesellschaftlicher Verantwortung.