Gymnasium Oberhof Sportschüler feiern Jugendweihe

Katrin Wiedemann

Trainingsklamotten wurden am Samstag gegen schicke Kleider und Anzüge getauscht, fröhlich und ein wenig stolz laufen die 20 jungen Sportlerinnen und Sportler des Oberhofer Sportgymnasiums durch ein Spalier, das Eltern, Geschwister, Großeltern und andere Gäste bilden.

Die Jugendweihe-Feier im "Haus des Gastes" haben die Eltern für die Jugendlichen selber organisiert. Und der Song von Marc Forster „Wir sind groß…“ könnte nicht passender gewählt sein. In einer Bildpräsentation werden alle Jugendweihlinge mit Fotos und ihren Träumen und Wünschen vorgestellt. Zu den Klängen von „Jerusalema“ huscht vielen der Gäste ein Lächeln über das Gesicht, wenn Baby-und Schuleinführungsfotos auf der Leinwand zu sehen sind.

Danach tritt der Bürgermeister ans Rednerpult. Es wird leise im Saal, als Thomas Schulz mit seiner Rede beginnt. Schnell merken alle, dass dies keine langweilige Rede eines Politikers wird. Sondern eine Rede, die sich an die Jugendlichen und auch an die Eltern richtet. Für beide findet der Oberhofer Bürgermeister die richtigen Worte an diesem Tag. Den Jugendlichen verdeutlicht er, dass nicht jeder beim Leistungssport auf dem obersten Treppchen stehen kann, da es leider keine 100 ersten Plätze geben wird.

Aber er wünscht ihnen von ganzem Herzen, dass sie das erreichen, für was sie stehen, für was sie kämpfen und eintreten. Und er verdeutlicht ihnen, dass sie jetzt schon Charaktereigenschaften lernen, die ihnen, egal was sie später einmal tun werden, helfen werden. Eigenschaften, wie Ehrgeiz, nicht vor Problemen wegzulaufen oder alles hinzuwerfen, wenn es mal nicht so läuft: All das seien Dinge, die man im späteren Leben brauche, egal ob als Leistungssportler, Arzt oder Bauarbeiter. Und er fordert die Jugendlichen auf, immer ehrlich zu sein, auch zu sich selber und immer ihre Familien in Ehren zu halten.

Die Eltern bittet Thomas Schulz an diesem Tag, an der Seite ihrer Kinder zu stehen und ihnen zu helfen, wenn sie auf dem Weg ins Erwachsenenleben ihre Hilfe benötigen. Und er wünscht sich, dass alle Kinder zwei Dinge von ihren Eltern bekommen: Flügel, mit denen die Kinder ihren Weg finden, und Wurzeln, zu denen sie immer mit Freude und Liebe zurückkehren.

Sportler wie Victoria Carl, Vanessa Voigt, Alexander Rödiger, Sebastian Bley und Simon Kaiser stellten sich in einer kleinen Talkrunde den Fragen der jungen Nachwuchssportler und dem Moderator Florian Horst.

Mit einer erfrischenden Rede bedankten sich einige Jugendweihelinge im Namen aller bei den Menschen, die sie auf ihren Weg bis jetzt begleitet haben, bei ihren Heimatvereinen und Heimtrainern, die viele Jahre lang die Grundlagen für den Sprung an das Oberhofer Sportgymnasium gelegt haben. Ihr Dank geht an ihre Lehrer und Erzieher dafür, dass sie als erste Ansprechpartner immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und auch die Trainer werden nicht vergessen, die so oft die richtigen Worte finden, wenn es mal nicht so läuft, die die Launen der Jugendlichen aushalten und sie so nehmen, wie sie sind. Der größte Dank aber geht an die Mamas und Papas, denn ohne ihre bedingungslose Liebe und Unterstützung wäre Sport in diesem Maße nicht möglich gewesen.

 

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