Gymnasiasten als Hobbygärtner Neuer Themengarten mit Fischsymbol

Neuntklässler der Religionsgruppe im Foto: privat

Im „Hortus Studiosus“, dem Gemeinschaftsgarten des Sonneberger Hermann-Pistor-Gymnasiums in der Dammstraße, ist ein weiterer Themengarten entstanden.

Sonneberg - Unter der Anleitung von Religionslehrerin Evelyn Henniger haben Schüler der neunten Jahrgangsstufe einen Bibelgarten im Innenhof des Schulgebäudes angelegt. Der neue Themengarten zeigt Pflanzen und Symbole, die in der Bibel erwähnt werden, beziehungsweise eine bekannte Rolle spielen. Als tragendes Leitmotiv steht im Zentrum des Stinsenpflanzengartens das Fischsymbol, welches von den Schülern mithilfe des bereits vorhandenen Storchschnabels geformt wurde. Der neue Themengarten soll unter anderem den Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung unterstützen, durch die umweltbewusste Erhaltung des Gartens und die Anpflanzung einheimischer Pflanzen.

Somit wird ein Ort der Erholung und Besinnung geschaffen, wie ihn der Prophet aus dem Alten Testament schon erkennt: „Kommt an, pflanzt Gärten, schafft etwas für die Zukunft!“, ist die hoffnungsvolle Botschaft des über 2300 Jahre alten Bibeltextes aus dem Buch Jeremia.

Im Innenhof des Schulgebäudes in der Dammstraße gab es bereits ein oval-förmiges Symbol aus Storchschnabel (Bauch des Fisches) – zur Komplettierung dessen mussten die Religionsschüler lediglich noch eine Flosse mit der heimischen Pflanze herrichten. Dazu haben die Schüler zunächst eine Flosse aus einer Schnur geformt und danach mit Karton ausgelegt, durch den kein Unkraut wachsen kann. Während die Schüler diese Fläche mit Erde bedeckten, sammelten andere schon Pflanzen, um später die Flosse ausschmücken zu können. Schon nach einer Doppelstunde setzten die Schüler ihren ersten Plan um.

Der Bibelgarten wird weiterhin ein Projekt sein, an welchem die Gymnasiasten in den kommenden Jahren arbeiten und diesen mit weiteren biblischen Symbolen und charakteristischen Formen verzieren werden. Als Nächstes soll das christliche Kreuz im Bibelgarten etabliert werden. Der fachübergreifende Unterricht zwischen Biologie und Religion wird somit mehr denn je und vor allem langfristig gefördert: Auch schon vorhandenen Pflanzen wie dem Holunderstrauch oder den Damaszenerrosen werden in biblischen Erzählungen besondere Bedeutungen zugemessen.

Einen Garten zu gestalten, heißt auch Verantwortung zu übernehmen. Der „Hortus Studiosus“ bleibt eine Investition in die Zukunft der grünen Seele des Schulgeländes, bei der man Ruhe und Kraft tanken, aber auch gestalterisch tätig werden kann.

 

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