Grundschule Lautenberg Eine überraschende Geste, die von Zusammenhalt spricht

Überraschung in der Pause: Schüler der Grundschule Lautenberg haben dank des Fördervereins und der Sponsoren neue Spielgeräte für draußen bekommen. In der hinteren Reihe stehen Christian Bauer, Jörg Münzner, Marc Robst, Tino Schäfer und die beauftragte Schulleiterin Ines Weiske (von links). Foto: frankphoto.de

So muss sich das anfühlen, wenn Weihnachten und Kindergeburtstag zusammenfallen. Für die Kinder der Grundschule Lautenberg gab es am Freitag genau die Geschenke, die sie sich gewünscht haben.

Suhl - Überraschung in der Pause. Mitglieder des Fördervereins der Grundschule Lautenberg haben abgefragt, was die Schüler brauchen und sich in die Spur gemacht, um das Geld für die Erfüllung der Wünsche zusammenzubekommen. Unterm Strich waren es schließlich 1000 Euro. Für diese Summe haben die Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis GmbH (SWSZ), die Firma Bauer Energieberatung, Gewerbetreibende auf dem Lautenberg aber auch aus der Kernstadt zusammengelegt. So konnten sich die Steppkes der Grundschule über neue Spielgeräte freuen, die vor allem für die Bewegung an der frischen Luft gedacht sind. So gibt es jetzt unter anderem neue Fußbälle mit den dazu gehörenden Ballpumpen, Volleybälle, reichlich Springseile, Bocciaspiele, ein Ringwurfspiel und auch eine Art Pferdegurte, die bei den Kleinen angesagt sind, um selbst Pferd und Pferdeführer spielen zu können. Dafür ist etwa die Hälfte der Spendensumme ausgegeben worden. Die andere fließt in die Vereinskasse.

Ihr Dankeschön haben die Mädchen und Jungen auf bunte Plakate gemalt und sie haben es auch gezeigt, indem sie gleich ihre neuen Spielgeräte im kalten Wind auf dem Lautenberg ausprobiert haben. „Das fühlt sich an, als würden Weihnachten und Kindergeburtstag auf einmal stattfinden“, freut sich die beauftragte Schulleiterin Ines Weiske mit „ihren“ Kindern. „Gerade in diesen Zeiten tut jede Geste, die bei den Kindern ankommt, gut.

Das sieht auch Christian Bauer, der Vorsitzende des Fördervereins, so. „Wir schauen, dass wir für solche Wünsche wie jene nach neuen Spielgeräten, Geld sammeln und so möglichst die Kasse des Vereins schonen können, damit auch noch was für andere Aufgaben da ist.“ Bei dieser Gelegenheit werben er, Marc Robst und Jörg Münzner für einen Zuwachs an Vereinsmitgliedern. In dem Förderverein könne jeder mitmachen, dem die Grundschule am Herzen liege.

„Das können Eltern sein, deren Kinder hier schon lernen, erst in die Schule kommen oder die Grundschule schon absolviert haben. Auch Großeltern sind hier angesprochen, sich einzubringen. Die Mitgliedschaft kostet nicht viel Geld, hilft aber ungemein“, sagt Christian Bauer. Zurzeit sei der Verein ganz besonders auf Sponsoren angewiesen, da keinerlei Veranstaltungen stattfinden konnten, bei denen sonst immer etwas Geld geflossen sei. „Wir brauchen gerade jetzt mehr Partner denn je“, so Bauer, der mit seinem Unternehmen auch zu den Sponsoren gehört.

Auch für die Stadtwerke habe es kein Zögern gegeben, als die Anfrage nach Unterstützung eingegangen sei, sagt Tino Schäfer, der Geschäftsführer der SWSZ. „Wir müssen uns gemeinsam für die Region starkmachen. Das ist ein Leitsatz unseres Unternehmens. Also haben auch wir einen Teil zur Gesamtspendensumme beigetragen. Schließlich sind die Kinder unsere Zukunft. Und wenn unser Unternehmen an sie heute ein positives Signal sendet, bekommen wir später von den Kindern vielleicht auch eins zurück. Möglicherweise sehen wir von den Mädchen und Jungen in ein paar Jahren einige als Praktikanten oder Auszubildende wieder.“ Schlussendlich gehe es aber auch darum, Zusammenhalt in Zeiten wie diesen zu praktizieren und nach außen zu befördern, sind sich Fördervereinsmitglieder, Sponsoren und Schulleiterin einig.

In der Grundschule Lautenberg lernen zurzeit 156 Mädchen und Jungen.

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