Ein Forschungsprojekt am Grünen Band – der ehemaligen innerdeutschen Grenze – soll wissenschaftliche Daten liefern, mit denen die Nominierung dieses 1400 Kilometer langen Naturraumes als Unesco-Welterbe untermauert werden kann. Gefördert vom Bundesamt für Naturschutz, startet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) damit die bisher längste Erhebung zur Insektenvielfalt am Grünen Band – nicht von Ungefähr habe man die artenreiche Rhön zum Auftakt ausgesucht, hieß es am Dienstag bei Frankenheim und Birx. 99 weitere Fang-Stellen gibt es entlang des ehemaligen Eisernen Vorhanges, von der Ostsee bis ins sächsisch-bayerische Vogtland. In so genannten Malaise-Fallen – zeltartigen Netz-Konstruktionen – in besonderen Lebensräumen fangen sich vor allem flugfähige Insekten. Die Fallen werden bis August monatlich kontrolliert, die Proben in einem Spezial-Labor aufgearbeitet und genetisch entschlüsselt. Das Ergebnis sollen umfassende Listen zur Artenvielfalt sein – mit Rückschlüssen zur Funktion des Grünen Bandes als Lebensraum. Hubert Weiger, BUND-Ehrenvorsitzender und Beauftragter für das Grüne Band, sprach von einem „Vorhaben, das es bislang so noch nicht gab.“
Grünes Band Wer fliegt denn da über die einstige Grenze?
Iris Friedrich 27.05.2025 - 16:07 Uhr