Gratis-Tests im Raum Meiningen Kreis rechnet mit bis zu 25. 000 Euro pro Woche

Das Volkshaus in Meiningen wird zum Testzentrum. Foto: Marko Hildebrand-Schönherr

Am Montag starten die Corona-Schnelltests im Landkreis. Das Volkshaus in Meiningen wird zum Testzentrum.

Meiningen - Schmalkalden-Meiningen gehört zu den Landkreisen mit den höchsten Infektionszahlen in Deutschland. Mit Gratis-Schnelltests hofft das Landratsamt, diese besorgniserregende Entwicklung einzudämmen. „Je mehr Bürger sich beteiligen, desto mehr Infektionsketten können wir unterbrechen, um mittelfristig die Inzidenz im Landkreis zu senken“, sagt Susanne Reum, Vizelandrätin und Leiterin des Krisenstabes. Sie geht allerdings davon aus, dass zunächst mehr Personen festgestellt werden, die infiziert sind, aber keine Symptome haben, die Zahlen also nach oben gehen.

Am Montag beginnt das kostenlose Antigen-Schnelltest-Angebot für alle Kreisbewohner ab sieben Jahren. Die drei stationären Testzentren befinden sich in den drei größten Städten der Region Meiningen (Volkshaus), Schmalkalden (Mehrzweckhalle Teichstraße) und Zella-Mehlis (Volkshochschule Sommerauweg). Zudem sind mobile Teams unterwegs, die kostenlose Schnelltests in verschiedenen Orten des Landkreises anbieten (siehe Infokasten). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Landratsamt empfiehlt, Angebote in der Nähe des Heimatortes oder des Arbeitsplatzes wahrzunehmen. Sollten die vorgegebenen Termine zeitlich nicht passen, könne jederzeit auch ein anderes Testzentrum oder mobiles Testangebot aufgesucht werden. „Durch das breit gefächerte Testangebot erhoffen wir uns, dass das Angebot von vielen Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen wird“, so Reum. Erfahrungsberichte anderer Orte zeigten, dass die Testbereitschaft durch kurze Wege von zu Hause aus oder dem Arbeitsplatz steige.

Mobile Schnelltest-Teams machen auch in Kaltennordheim, Wolfmannshausen, Wasungen und Bettenhausen Station. Bei der Auswahl der Orte habe man sich auf die Städte und Gemeinden mit vielen Infektionen konzentriert, hieß es aus dem Landratsamt. Je nach Bedarf und Infektionsgeschehen sollen die mobilen Teams in den kommenden Wochen flexibel eingesetzt werden.

Wie Sprecher Christopher Eichler auf Meininger-Tageblatt-Nachfrage mitteilte, wird mit wöchentlichen Kosten in Höhe von bis zu 25 000 Euro gerechnet. Vorab ließen sich die Ausgaben allerdings nur schwer abschätzen, da mehrere Faktoren eine Rolle spielten, insbesondere auch, wie stark das Gratis-Angebot von den Kreisbewohnern genutzt werde. Der Landkreis gehe davon aus, dass ab März der Bund die Ausgaben übernimmt, da Gesundheitsminister Spahn ab kommenden Monat kostenlose Schnelltests für alle Bürger angekündigt hat. „Wir werden jetzt genau beobachten, was das Bundesgesundheitsministerium bezüglich der kostenlosen Schnelltests plant“, ergänzt die Krisenstabsleiterin.

Zum Termin muss der Personalausweis oder Reisepass mitgebracht werden. Um den Vorgang der Schnelltestung zu beschleunigen, kann auf der Homepage des Landratsamtes unter www.lra-sm.de/schnelltest der Laufzettel bereits gedruckt und ausgefüllt mitgebracht werden. Ansonsten erhalten Testwillige diesen auch direkt vor Ort.

Wochentags zwischen 11 und 15 Uhr kommen die mobilen Schnelltest-Teams auf Wunsch auch in Unternehmen. Eine Anmeldung durch die Unternehmen ist ab sofort unter www.lra-sm.de/schnelltest sowie per E-Mail an schnell-test@lra-sm.de möglich. Die Unternehmen müssen die Kosten von 8,50 Euro pro Antigen-Schnelltest selbst tragen.

 Im unten stehenden Beitrag gibt es Antworten auf häufig gestellte Fragen.  hi

 
 

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