Gradierwerk-Baustelle Ostwand und Brunnenhaus eingedeckt

red

Auf der Gradierwerk-Baustelle in Bad Salzungen geht es weiter voran. Das östliche Ensemble wirkt inzwischen wie aus einem Guss – und ist gegen winterliche Witterung gewappnet.

Die Ostwand des Gradierwerks wurde komplett eingedeckt. Zuletzt wurde an den Vordächern zur Gradiergarten-Seite gearbeitet. Zudem ist die Dacheindeckung der angeschlossenen Brunnenhalle fertig. Jetzt wirkt das östliche Ensemble wie aus einem Guss und ist auch für die kalte Jahreszeit gewappnet. Für die Ostwand ist nach Auskunft des Kur- und Touristikunternehmens der Stadt Bad Salzungen eine Schau-Reisigwand in Vorbereitung.

Eindeckung beendet

Das Ziegelmeer im Gradiergarten ist verschwunden. Die letzten Ziegel wurden auf dem östlichen Brunnenhaus und den Vordächern der Ostwand verbaut. Das Gerüst wurde so verändert, dass nun am nördlichen Wand-Ende gearbeitet werden kann. Sechs Gerüst-Etagen führen bis zur Giebelspitze. Auch Spengler-Arbeiten sind im Gange. Noch glänzt an diesen Stellen das neue Kupferblech, bevor es seine charakteristische mattbraune Färbung annimmt.

Holzarbeiten nun kleinteiliger

Nachdem die Arbeiten an den tragenden Gradierwerk-Holzkonstruktionen fertiggestellt sind, ist der große Kran verschwunden. Die Brunnenhalle wird inzwischen von einer Brüstung umsäumt. Darüber hinaus stehen die reich verzierten Vordächer und bilden mit der Wand eine Einheit. In gleicher Weise wie bei der Westwand wurden die Verzierungen vom historischen Vorbild übernommen. Da die einstigen Gradierwände unterschiedlichen Alters waren, variieren ihre Holz-Ornamente. Im frischen Holz kommen sie gut zur Geltung.

An der Ostwand wird derzeit hauptsächlich an Verschalungen und an Feinschliffen gearbeitet. Beleuchtungsbefestigungen, Schutzabdeckungen, Anbindungen an den Gebäudebestand oder Ähnliches benötigen individuelle Anfertigungen.

Mittelbau auf der Zielgeraden

Im Obergeschoss des Mittelbaus laufen die finalen Malerarbeiten. Leuchten werden montiert und Möbel angeliefert. Demnächst wird der Tresen eingebaut. Im Untergeschoss werden die Ummantelungen der beiden Trinkbrunnen angebracht. Im Verbindungsgang wurden Schaukästen und in den zwei Rauminhalationen beheizbare Sitzgelegenheiten eingebaut.

Küssen verboten?

Nur wenige wissen, dass die Ostwand im Ursprung zwei Reisig-Stapel beherbergte. So sollte die Wand möglichst effektiv genutzt werden.

Als sich ihr Nutzungscharakter änderte und Kurgäste zum Inhalieren kamen, verschwand die zweite Reisig-Reihe. Ein Grund war wohl, dass der verborgene Gang zwischen den beiden Stapeln Gelegenheit für Kur-Tête-à-Têtes bot. Hier sahen die damaligen Betreiber Handlungsbedarf und entfernten einen davon.

Nun soll zwischen zwei Gebinden dieser zweite Reisig-Stapel (4 Meter breit und 3,50 Meter hoch) nahe zum Museumsgarten nachgebildet werden. Mit ihm wird an die Salz-Produktionszeit der Ostwand erinnert. Heutzutage wird hier das Küssen selbstverständlich erlaubt sein.

 

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