Grabfeld-Behrungen Kulturhaus ein wahres Schmuckstück im Ort

Immerhin rund 400 000 Euro wurden in die grundhafte Sanierung investiert, wovon rund 65 Prozent an Fördermitteln über die Dorferneuerung kamen. Foto:  

Mit einem zünftigen Fest weihten die Behrunger am Sonntag ihr Kulturhaus nach erfolgter Teilsanierung ein. Zu den Gästen zählten auch viele Teilnehmer der feierlichen Eröffnung der Grabfeld-Route.

Grabfeld-Behrungen - Überall wurde in den Ortsteilen der Gemeinde Grabfeld am Sonntag gefeiert – Anlass war die Eröffnung der Grabfeld-Radroute am Nachmittag. In Behrungen gab es noch einen weiteren Grund für eine Festlichkeit: Nach erfolgter Teilsanierung nahmen die Behrunger ihr Kulturhaus wieder in Betrieb. Beim Tag der offenen Tür konnten sich alle Interessierten ein Bild davon machen, was sich in den letzten eineinhalb Jahren in dem Gebäude alles verändert hat.

Ortsteilbürgermeister Timo Henß gab bereitwillig – und nicht ohne berechtigten Stolz – Auskunft über die stattliche Investition, die hier getätigt werden konnte. Immerhin sind in das Kulturhaus rund 400 000 Euro investiert worden, wovon rund 65 Prozent an Fördermitteln über die Dorferneuerung kamen. Jedoch auch die Summe an Eigenmitteln, die von der Gemeinde bereitgestellt wurde, würdigte der Ortsteilbürgermeister. Auch dankte er den vielen fleißigen Helfern, die bei freiwilligen Arbeitseinsätzen unentgeltlich Leistungen erbracht haben, um die Kosten zu minimieren. Im Sommer 2020 waren die Arbeiten begonnen worden, nach einem reichlichen Jahr Bauzeit und mit einigen Verzögerungen bedingt durch Lieferschwierigkeiten beim Material und Firmenwechsel konnten Einheimische wie Besucher sich nun von dem gelungenen Ergebnis überzeugen.

Barrierefrei sind die Eingänge im oberen und unteren Bereich gestaltet worden. Auch sind an mehreren Stellen behindertengerechte Toiletten entstanden. Der kleine Saal ist speziell für die Senioren hergerichtet worden, ein Kleinod der besonderen Art ist dabei entstanden. Jüngst erst nahm der Seniorenklub unter Leitung von Ilona Frank die Räumlichkeiten bei einer Zusammenkunft in Beschlag. Ein Dankeschön richtete am späteren Nachmittag auch Grabfeld-Bürgermeister Christian Seeber – noch in Radler-Kleidung von der Eröffnung der Grabfeld-Route – an die Behrunger, die sich für dieses Projekt engagiert hatten. Überraschend ist eine solche gelungene Initiative in Behrungen allerdings nicht, konnte der Ort in den vergangenen Jahren doch schon mehrfach Preise und Auszeichnungen auch auf Landesebene für ähnliche Initiativen bei der Dorfgestaltung erringen.

Das herrliche Herbstwetter machte möglich, dass die Einweihung nicht im, sondern vor dem Kulturhaus ausgerichtet werden konnte. Und dass die Behrunger danach auch zünftig feiern können, das haben sie schon des Öfteren bewiesen, wenn die Vereine dabei an einem Strang ziehen. Ob das die Landfrauen oder die Mitglieder der Tanzgruppe sind, die auch am Sonntagnachmittag wieder für eine gute Versorgung der vielen Gäste sorgten, oder weitere fleißige Helfer aus anderen Vereinen. „Etwas hat sich bei uns noch erhalten“, begründet Götz Greiner-Pachter diesen Zusammenhalt, „aus der Zeit, als wir noch im Grenzgebiet lagen und wie auf einer Insel lebten. Und nur über die Runden kommen konnten, wenn wir uns gegenseitig geholfen haben. Weil ja der Kontakt zu anderen ja ziemlich eingeschränkt war. Ich hoffe, dass dies bei uns auch noch eine Weile so bleibt. Die jüngeren Leute können das alles gar nicht mehr nachvollziehen, was uns zusammengeschweißt hat.“

 

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