Gospenroda Plötzlich ganz nah

Durchgesetzt: Nach dem 4:1-Sieg über Grün-Weiß Gospenroda springt der 1. Suhler SV (weiße Trikots) auf Platz acht der Fußball-Landesklasse. Foto: Jana Hauptmann

Was Meiningen nicht gelang, schafft der 1. Suhler SV: Er besiegt im Fußball-Landesklasse-Duell die SG Gospenroda. Ein Traum-Freistoß in Minute sieben gibt die Richtung vor.

Gospenroda - Dank des vorgezogenen Spiels am Landespokal-Wochenende ist der 1. Suhler SV in der Fußball-Landesklasse (Staffel 3) plötzlich ganz nah dran an der Tabellenspitze. Drei Punkte sind es nur noch auf Spitzenreiter Schweina, die aber wie alle Teams vor Suhl noch ein Spiel weniger auf dem Konto haben.

Das sagt der Trainer

Bernd Eckert (1. Suhler SV): "Souverän herausgespielter Sieg, der eigentlich nie in Gefahr geriet. In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner beherrscht, Gospenroda war nur bei Standards gefährlich. In der zweiten Halbzeit waren wir mit dem Gefühl der sicheren Führung und in Überzahl nicht mehr ganz so zielstrebig. Der Gegner drückte etwas mehr, ohne aber große Chancen herauszuspielen. Das Gegentor fangen wir uns durch einen Standard. Dann hatten wir wiederum große Chancen, den alten Abstand wiederherzustellen, sündigten aber zu oft vor dem Tor. Selbst größte Chancen wurden liegen gelassen, daher versuchte Gospenroda immer wieder den Anschluss zu schaffen. Fabian Kühne setzte den Bemühungen aber dann ein jähes Ende."

Den 4:1 (3:0)-Sieg bei Grün-Weiß Gospenroda schmälerte das freilich nicht, immerhin hatte die Mannschaft aus dem Wartburgkreis erst eine Woche zuvor den VfL Meiningen am Rande einer Niederlage und holte am Ende einen Punkt.

Der 1. Suhler SV war am Sonntagnachmittag hingegen von Anfang an auf der Siegerstraße. Die 20 mitgereisten Fans konnten schon nach sieben Minuten jubeln. Steffen Kolk jagte einen 25-Meter-Freistoß an der Mauer vorbei unhaltbar in den Winkel. Suhl war auch in der Folge die aktivere Mannschaft. Die Hausherren hatten auf die Ideen der Eckert-Elf zu selten Antworten. Das Spiel nach vorne wirkte zu vorhersehbar, im Umschaltspiel gestattete Gospenroda den Gästen immer wieder zu viel Raum, vor allem durch die Mitte. "Wir haben lange Zeit nicht richtig ins Spiel gefunden und dann in einigen Situationen auch kein Glück gehabt", fasste Gospenrodas Mannschaftsleiter Andreas Koslowski die deutliche Niederlage zusammen.

Suhl erhöhte bereits in der 16. Minute auf 0:2, einem genialen Pass von Fabian Kühne auf Chris Fritz sei Dank. Die Waffenstädter stellten sich in der Folge dem sehr körperbetonten Spiel - was aber keineswegs zu hart war - und warfen damit den Gastgeber sichtlich aus der Bahn.

Ein mustergültig vorgetragener Konter in Minute 40 sorgte schon in Durchgang eins für die Vorentscheidung im Spiel. Von Torwart Robert Mentzel eingeleitet ging es schnell über drei Stationen bis zu Chris Fritz, der seinen zweiten Treffer vollendete. Hätte Gospenrodas Verteidiger Benjamin Glock in der 43. Minute nicht als letzter Mann die Notbremse gezogen und Fritz zu Fall gebracht, wäre ihm wohl ein lupenreiner Hattrick gelungen. Als Quittung flog Glock vom Feld.

Immerhin bewiesen die Grün-Weißen im zweiten Durchgang Moral. Suhl ruhte sich auf der scheinbar sicheren Führung aus und schon war es Patrick Lorenz, der das für seine Farben ausnutzte (60.). Der Treffer setzte beim Ruppel-Team Kräfte frei, auch wenn sich zwingende Chancen nicht ergaben.

Angriff rollt auf Angriff

Nach dem 1:3-Anschluss spielte fast nur noch der SSV. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf den Kasten von Björn Rinn zu. Einzig die Chancenverwertung ließ auf Suhler Seite zu wünschen übrig. In der 77. Minute krönte dann auch noch Fabian Kühne seine gute Leistung. Eine Vorlage vom zur Pause für den leicht angeschlagenen Philipp Eckstein eingewechselten Dennis Umlauft zirkelte Suhls bester Torjäger (nun fünf Treffer) überlegt ins lange Eck. 1:4 - und die Messe war gelesen.

In der Folge hatten die 06er dank effektiven Konterspiels einige Chancen, das Resultat noch weiter nach oben zu schrauben. kat/rd

Autor

 

Bilder