Das bereits im Jahre 1907 errichtete Schulhaus der Gemeinde Hämmern wurde in der Nacht vom 3. auf den 4. Februar 1930 ein Raub der Flammen, vermutlich infolge fahrlässiger Brandstiftung von der Frau des Hausmeisters. Aus dem Brand der alten Schule zog man Konsequenzen und man begann im gleichen Jahr noch, eine neue Schule in massiver Backsteinbauweise wieder aufzubauen. Der damalige Schulleiter war Armin Bießmann. Der Entwurf stammte von einem Steinacher Architekten. Bei regelmäßiger Pflege wäre es ein Bau für die Ewigkeit gewesen. Bereits schon ein Jahr nach dem Brand wurde am 3. Februar 1931 der Schulneubau in Hämmern als damals modernste Schule in Thüringen eingeweiht. Es waren zum Beispiel Wasserspender in den Fluren und Duschen im Keller. Der groß angelegte Schulgarten diente auch zur Versorgung mit Lebensmitteln in der Schulspeisung. Unweit der Schule, am Eisstadion, wurden die Sportstunden zu jeder Jahreszeit durchgeführt. Wenn man die wirtschaftliche Situation in den 1930er und 1940er Jahren betrachtet, ist es beachtlich, wie viel damals in die Bildung investiert wurde.
Ortsgeschichte Schulschluss nach 116 Jahren
Manuela Luther 04.07.2023 - 18:21 Uhr