Nostalgiker mag’s vielleicht gefreut haben. Am Dienstag bot die Schwarza nach Jahrzehnten des meist nur gemächlichen Gluckerns ausnahmsweise wieder einmal die Anmutung eines fürs Mittelgebirge typischen Wildbachs. Ein fast vergessener Anblick, denn seit Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerks bzw. des Unterbeckens im Jahr 2001 ist das, was der Flusslauf an Nass überhaupt aufbieten kann, vom Menschen straff reguliert. Zwar gibt es ein knappes halbes Dutzend Hanggewässer, die in der Ortslage hinter der Staumauer dem Elbe-Zubringer zuströmen. Doch eine beeindruckende Schneeschmelze oder ein ernst zu nehmendes Hochwasser nach Dauerregen wie in früheren Jahrzehnten? Kann sich derart nicht mehr zerstörerisch Bahn brechen. Eben weil die Macher im Vattenfall-Werk die Gegebenheiten an den Zuflüssen fest im Blick haben.
Goldisthal Aktion „Wasserlassen“ an der Schwarza
Andreas Beer 26.11.2025 - 16:32 Uhr