Goethemuseum Stützerbach Stadt Ilmenau betreibt ab Januar das Goethemuseum

André Amelang, kostümiert als der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe führte in der Vergangenheit immer wieder Gruppen zum Goethemuseum in Stützerbach. Foto: Marina Hube

Vom 1. Januar 2022 an übernimmt die Stadt Ilmenau als neuer Träger das Goethehaus in Stützerbach. Damit wird dem Goetheverein als Betreiber eine Last genommen.

Stützerbach - Im Frühjahr kündigte der Vorsitzende des Vereins Förder- und Freundeskreis Goethemuseen und Goethegesellschaft Ilmenau-Stützerbach, Heinz Ewald, an, dass der Verein nicht mehr das Goethehaus betreiben kann. Es fehle ihm sowohl personelle als auch finanzielle Kapazitäten. Man wolle seine Kräfte nutzen, um der eigentlichen Vereinsarbeit nachzukommen. Laut Satzung gehören dazu: die Goethegedenkstätte Ilmenau, das Goethehaus Stützerbach und das Jagdhaus Gabelbach als museale Goethe-Gedenkstätte zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, das literarische und naturwissenschaftliche Schaffen und die Persönlichkeit Johann Wolfgang von Goethes und seiner Zeitgenossen lebendig zu halten. Außerdem widme sich der Verein neben der Pflege der deutschen auch der internationalen Literatur.

Dass nun die Stadt Ilmenau als Betreiber auftritt, freut die Stützerbacher sehr, kann doch dieses Museum am Goethewanderweg davon nur profitieren. Der Goethewanderweg wurde schon 1970 angelegt und konnte als ersten Wanderweg in Thüringen mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet werden. Dieser Wanderweg verbindet jene drei Goethemuseen, die sich am Januar vollständig in Trägerschaft der Stadt Ilmenau befinden. Die bestehenden Verträge zum Goethemuseum, die bisher mit dem Förder- und Freundeskreis geschlossen waren, sind alle gekündigt und werden durch die Stadt Ilmenau neu verhandelt und abgeschlossen.

Gudrun Mueller vom Goetheverein sagt, dass die Öffnungszeiten neu geregelt werden und sich denen in Ilmenau anpassen. Im Sommer wird dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet sein, im Winter dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 16 Uhr.

Innerhalb des Vereins müsse man sich über die weitere Arbeit verständigen, auf neue Ziele, auf interessante Veranstaltungen. Eine Aussprache auf Vereinsebene wird es voraussichtlich am 25. November geben, sagte Gudrun Mueller auf Anfrage.

Autor

 

Bilder