Wenn Kati Wilhelm auf ihre außergewöhnliche Karriere zurückblickt, gibt es viele große Momente. Einer ragt für die Thüringerin jedoch bis heute besonders heraus: der Triumph bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin. Dort trug sie nicht nur die Fahne zur Eröffnungsfeier ins Stadion. Im italienischen San Sicario lief die Ausnahmeathletin in der Verfolgung der Konkurrenz davon und sicherte sich souverän die Goldmedaille. Für die damals ohnehin hoch gehandelte Favoritin war dieser Erfolg mehr als nur ein weiterer Titel. Sie stand damals enorm unter Druck und musste beweisen, dass ihr Olympiasieg von Salt Lake City vier Jahre zuvor kein Zufall war.