Gib und nimm mobil Das Sieb - Im Zeichen der Dankbarkeit

Das Sieb ist ein Gib- und Nimm-Markt, den Maya Roth (links) und Bärbel Helmuth Foto: /Michael Bauroth

Das Sieb heißt ein neues Projekt, zu dem der Kinder- und Jugendclub Benshausen am 3. Oktober einlädt. Der Gib- und Nimm-Markt findet im Innenhof des Heimatmuseums gleich nebenan statt.

Benshausen - Die Schränke voll, und trotzdem nichts anzuziehen. Das Geschirr stapelt sich im Regal, doch auf den Tisch kommt es nicht. Spiele in Hülle und Fülle, und dennoch nutzt man sie nicht. Ähnliche Situationen kennt jeder zur Genüge. Höchste Zeit für das Sieb. So heißt der mobile Gib- und Nimm-Markt, zu dem das Team des Kinder- und Jugendclubs Benshausen am kommenden Sonntag einlädt und gemeinsam mit Eltern seiner Besucher durchführt. Von 15 bis 17 Uhr findet er im Innenhof des Heimatmuseums Benshausen, praktisch gleich nebenan, statt. Eingeladen sind alle, die Freude am Entdecken wahrer Schätze haben, ungenutzten Dingen zu sinnvollem Gebrauch verhelfen, verantwortungsvoll mit Ressourcen und Rohstoffen umgehen wollen sowie all jene mit dem Gespür für das Besondere.

Passend zum Thema Dankbarkeit, findet Clubleiterin Maya Roth, das bereits während des Erntedankgottesdienstes mit Kindergottesdienstes zuvor eine zentrale Rolle spielen wird. Er beginnt am kommenden Sonntag bereits 14 Uhr in der Thomaskirche Benshausen, den Pfarrerin Sabine Mägdefrau teilweise gemeinsam mit dem Jugendclub und einem Anspiel gestaltet. Auch da werden Siebe wieder auftauchen, die das Heimatmuseum aus seinem Fundus zur Verfügung gestellt hat.

„Dankbarkeit erleben alle Beteiligten“, ist die Erfahrung von Maya Roth. Rund zwei Jahrzehnte begleitet die Durchführung von Gib- und Nimm-Märkten, die ihren Ursprung im Tauschring Meiningen hatten, auch ihr berufliches Leben. „Sie finden generell ohne jeglichen Geldfluss statt und können von jedermann genutzt werden“, sagt Maya Roth weiter. Eine Idee, die überall auf Interesse stößt und überall umgesetzt werden kann. Warum nicht in Benshausen?, fragte sie und reichte sie als Experiment im Erprobungsraum im Kirchenkreis Henneberger Land ein.

So wird nun auch für den aktuellen Markt zum Durchsieben aufgerufen, Geschirr, Haushaltsgegenstände, Tischdecken, Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Bücher und CDs im sauberen, ordentlichen und funktionsfähigen Zustand und komplett abzugeben, die nicht mehr genutzt werden, anderen jedoch eine Freude bereiten könnten. Dazu stehen vorrangig der kommende Donnerstag von 14 bis 18 Uhr und der Freitag von 16 bis 21 Uhr zur Verfügung. Bei Bedarf sind Abgaben auch am Samstag noch möglich. Vom Mitbringen größerer Elektrogeräte soll abgesehen werden, da laut Maya Roth keine Möglichkeit zur Funktionsprüfung besteht. „Wer dennoch Geräte dieser Art abzugeben hat, kann gern die technischen Daten und den Kontakt auf einem Zettel notieren, die wir dann aufhängen“, ist ihr Vorschlag.

Artikel, die keine neuen Besitzer finden, werden im Anschluss Kleiderkammern der Umgebung oder Tafel-Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Sie können sich auch auf dem Gib- und Nimm-Tisch wiederfinden, der dauerhaft im Eingangsbereich des Clubs steht und während der Öffnungszeiten zum Geben und Nehmen einlädt.

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