Der Schein trügt nicht. Im Block Suhler Robert-Koch-Straße 10 bis 16 leeren sich die Wohnungen. Zwei Drittel sind bereits unbewohnt. Dunkle Fenster zeugen von seiner Zukunft. Auch er ist für einen künftigen Abriss vorgesehen. Was 1964 wie ein Sechser im Lotto erschien und für jeden pures Glück bedeutete, der auf dem Döllberg, gleich neben der Kaufhalle, eine Wohnung bekam, steht heute auf einem ganz anderen Blatt. „Auf dem Döllberg verzeichnen wir bei der Gewo den zweithöchsten Leerstand nach Suhl-Nord“, sagt Gewo-Geschäftsführer Thomas Hertha. Der Bevölkerungsschwund in der Stadt, der ruhiger geworden aber nicht gebremst ist, fordere weiter seinen Tribut und wird sinnvoll mit Weitblick begleitet. Dazu zählt auch städtebaulich koordinierter Abriss. Seit 25 Jahren muss das Unternehmen wegen des „demografischen Echos“ auch diese Erfahrungen sammeln.