Gewinnspiel Vom Stadion zur Sternwarte

Das Steinacher Stadion weckte beim „Bilderrätsel am Wochenende“ zuletzt liebevolle Erinnerungen an Steinachs Sport- und so manche Familiengeschichte.

„Im südlichsten Zipfel der Fluren um Neuhaus-Schierschnitz“, so Wikipedia, ist dieses Gebäudeensemble heimisch. Doch wo genau? Foto:  

Das stand nun zu erwarten, dass es – für Rätselteilnehmer-Verhältnisse – dies Mal fast international zugehen muss bei der Herkunft der Absender. So trudelten dann auch Antworten zum vergangenen „Bilderrätsel am Wochenende“ ein aus der Metropolregion Nürnberg und der Klassikerstadt Weimar, aus dem Süden der USA sowieso aber ebenso aus Bad Salzungen, Bad Doberan, Rödental oder Hildburghausen. Kein Wunder: Gefragt war nach einer Örtlichkeit mit Strahlkraft und Geschichte, weit über den Landkreis Sonneberg hinaus bekannt.

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Entsprechend blieb es auch bei einem einzigen „Fehlwurf“ unter 92 Postkarten- und Mail-Schreibern – Oberlind war nicht gefragt. Besser macht’s Uwe Langhammer: „Ein leichtes, aber mithin schönes Rätsel für mich und sicher alle Fußballfreunde. Wir sind am Fellberg, am Stadion am Fellberg, Heimat des nackten Mannes auf dem Sportplatz.“

Das Stadion kann viele Geschichten erzählen. Vom Bau in den 50ern in unbezahlter Eigenleistung, bei der die Steinacher im wahrsten Sinn Berge versetzen, bis zu den sensationellen DDR-Oberliga-Spielen 1963/64/65 und in den 1970ern in der DDR-Liga Staffel E. „Die Oberliga-Haudegen Queck, Kühn, Steiger, Schubert, Wenke, Florschütz u.v.m. unter Trainer Leib sind Legenden und die DDR-Liga-Spieler Fredi Langhammer, Biedermann, Probst, Schott, Konny u.v.m. haben den Fußball hoch gehalten. Mein Vater hat damals trainiert und mich immer mit auf den legendären Platz genommen“, schreibt Langhammer.

Ein weiteres Highlight, wovon das Stadion erzählen könnte, war die Wiederholung/Neuauflage des WM-Spiels von 1974, das 1993 stattfand: Beckenbauer, Breitner, Croy, Sparwasser waren alle da und Heinz Florian Oertel (DDR-Fernsehen) und Heribert Fassbender (ARD) kommentierten gemeinsam. Die Zuschauerzahl lag wie bei den Oberliga-Spielen bei 15.000.

So verbinden viele Gewinnspielteilnehmer ihre Zuschrift mit einer Anekdote, etwa eine Schleusingerin: „Im Bild ist das Steinacher Fellbergstation, mein Mann hat dort viel Zeit verbracht, sein Vater hat es mit aufgebaut.“ Wolfgang Wirth merkte beim Blick aufs Foto an: „Man erinnert sich sofort daran, wenn gefühlt das halbe Dorf in den 1960er- Jahren von Melchersberg über Augustenthal zur ,Stänicher Kerwa’ wanderte. Für die ,Opas’ war vor allem das Fußballspiel von Motor Steinach im Stadion der Grund fürs Dabeisein.“

Eher in der Gegenwart unterwegs ist demgegenüber Familie Penk aus Neuhaus am Rennweg: Durch das wöchentliche Begleiten der eigenen Kinder bei den F- bzw. E- und D-Junioren der SG Lauscha-Neuhaus kennt und erkennt man mittlerweile so einige Sportplätze.

Teilnehmer darf es derer gerne viele haben, Gewinnerinnen aber stets nur die eine. Beim sehr virtuell vom Notar begleiteten mutmaßlichen Griff in die Lostrommel hatte Fortuna aktuell ein Herz für Viola Diez aus Föritztal. Herzlichen Glückwunsch.

Frau Diez kann sich ihren Gewinn, einen Gutschein über einen Freikasten aus dem Sortiment der Heimatbrauerei Gessner, jederzeit werktags zu den üblichen Öffnungszeiten abholen in den Räumen der Lokalredaktion im ersten Obergeschoss der Bahnhofstraße 60 in Sonneberg.

Von der Brunnenstadt geht’s in der aktuellen Runde weiter in ein Föritztal-Örtchen, das dieser Tage wahrlich im Goldrausch schwelgt. Wie berichtet, macht das Dorf heuer den Schauplatz von gleich sieben Goldenen Hochzeiten. Wer sein Glück nicht auf Erden, sondern im Himmel sucht, ist ebenfalls dort gut aufgehoben. Tatsächlich wird im Dorf eine private Sternwarte betrieben. Nach welchem Ort ist genau gefragt?

Antworten, entweder per Post an die Lokalredaktion von Freies Wort, Bahnhofstraße 60 in Sonneberg oder per E-Mail an gewinn-son@freies-wort.de, sind willkommen bis Freitag, 19. Juni, 12 Uhr. Spätere Einsendungen können im Lostopf leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Unter allen Teilnehmern, die eine richtige Antwort übermitteln, wird ein Gutschein für einen Gessner-Freikasten verlost.

Ein Hinweis in eigener Sache soll dieses „Bilderrätsel am Wochenende“ abrunden. Es beginnt ja bald die Urlaubszeit. Und der Online-Ausgabe sei Dank gibt’s gar nicht wenige, die von ihrem Ferienort aus mitknobeln beim Gewinnspiel. Auf Gran Canaria oder Florida, Goa oder Bermuda lauten dann gar nicht selten die Einsenderdaten.

Soweit, so schön. Nur sollten sich die Fernreisenden bitte im Klaren sein, was sie mit solchen Ortsmarken in der Lokalredaktion eigentlich auslösen: Eine Lawine an Dienstreiseanträgen nämlich mit der Begründung, es sei von herausragendem öffentlichen Interesse den weitest entfernten Bilderrätsel-Teilnehmer am Ort seines Wirkens zu porträtieren. Natürlich erkennt der zuständige Abteilungsleiter darin stets nur eine allzu durchsichtige Absicht seiner lieben Kollegen, irgendwo auf dem Globus die Füße in den heißen Sand stecken zu wollen. Unterm Strich daher die Botschaft an alle Bilderrätsel-Beteiligten: Mehr als ein „Nüscht gibt’s“-Stempel ist manchmal einfach nicht zu wollen – im Gewinnspiel und im Arbeitsleben.

Allen Teilnehmern somit schon jetzt alles Gute zur schönsten Zeit des Jahres. Und allen Lokalredakteuren eine feste Verwurzelung in den schönsten Ecken des hiesigen Landstrichs, wie sie regelmäßig im Bilderrätsel zu Ehren kommen. Darauf ein Gessner.