Gewinnspiel Drunter durch oder darüber weg

Fast 150 machten zuletzt mit. Vom einen markanten Wahrzeichen der Region geht’s nun schnurstracks zum nächsten.

Welches markante Ensemble überspannt hier welchen Ort? Foto: Beer

Sagenhafte 145 Zusendungen haben die Redaktion zum vergangenen „Bilderrätsel am Wochenende“ erreicht, 121 Mails waren darunter, der Rest Briefe, Faxe und Postkarten, eine Zuschrift kam aus Leipzig, eine andere aus Nürnberg – man könnte angesichts dieser Welle meinen, die Urlaubszeit sei schon wieder vorbei und die Menschen haben Muße für ein kleines Gewinnspiel. Einerlei. Die zweite gute Nachricht: Alle Einsender lagen richtig.

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Bei zwei Piesau-Einsendern musste man zwar zwei Augen zudrücken, doch spielt Piesau ja eigentlich auch eine Rolle im Lösungswort. Und ebenso „Lichtenfels“ ließen wir Glücksbringer durchgehen, obwohl natürlich falsch. Aber dieser Fehler hatte – einer investigativen Recherche zufolge – wohl seinen Ausgangspunkt in der automatischen Wort-Vervollkommnung des iPhone. Der gute Wille soll daher zählen.

Stellvertretend auflösen soll Andrea Ströber aus Sonneberg: „Der gesuchte Ort heißt Lichte. Das Bauwerk ist das Piesau-Viadukt Lichte. Über dieses Viadukt bin ich als Kind viele Male mit dem Zug gefahren. Es wurde zwischen 1889 und 1891 erbaut, ist 237 Meter lang und 28 Meter hoch. Die Brücke hat 15 Bögen und besteht aus Sandstein. Sie überspannt das Flusstal der Piesau.“

Vonseiten der ASB-Tagespflege vom „Seniorenpark am Rennsteig“ Am Bornhügel weiß Caroline Drießel zu ergänzen: „Es ist das Eisenbahnviadukt Hammerwiesen in Lichte, das sich auf einer Länge von 258 Meter und in einer Höhe von 34 Meter über die Bundesstraße 281 hinweg spannt.“

Bei gar nicht so wenigen Teilnehmern weckt die Aufnahme Erinnerungen, so bei Jero und Jana Gruber aus Rabenäußig: „Durch dieses Viadukt bin ich mit meinem Sohn Jero drei Jahre lang gefahren. Von Rabenäußig nach Saalfeld. Dort ging mein Sohn zur Schule, in seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Die lange Fahrt hat sich gelohnt, jetzt übt er seit sechs Jahren diesen Beruf im Sonneberger Krankenhaus aus.“

Die eine unten durch, der andere oben drüber. Einer, den das Leben in die USA verschlagen hat, nämlich Uwe Langhammer aus Houston, schreibt: „Ja, auch heute wieder ein persönlicher Bezug, denn ich bin unzählige Male über diese Brücke gefahren und auch unzählige Male unten durch auf der B281 von und nach Saalfeld. Die 18 Stationen der zweistündigen Fahrt kenne ich heute noch. Orte wie Zopten oder Hockeroda und natürlich auch das gesuchte Viadukt zwischen Lichte-Ost und Lichte haben sich eingeprägt. Eigentlich schade, dass die Strecke stillgelegt wurde. Unvergesslich sind die langsame Überfahrt über die Viadukte auf der Strecke, die schnelle Fahrt am Grenzzaun vorbei bei Probstzella wo einem die Grenzhunde ankläfften, das Rangieren in Lauscha und der Tunnel zwischen Lauscha und Oberlauscha. Als ‚Stift’, also Lehrling, bin ich drei Jahre lang fast jede Woche diese Strecke gefahren.“

Die Redaktion bedankt sich bei allen, die das Bilderrätsel zum Anlass nahmen ihre Erinnerungen zu teilen, freilich können nicht alle zum Abdruck gelangen.

Nun soll’s aber endlich um die wirklich wesentlichen Dinge gehen. Wem bei Lesen längst die Kehle trocken geworden ist, der darf sich freuen – Tusch – mit Rolf Mückel aus Neuhaus am Rennweg.

Herr Mückel hat einen Gutschein über einen Freikasten aus dem Sortiment der Gessner-Brauerei gewonnen. Dieser liegt werktags zu den üblichen Zeiten in den Räumen der Lokalredaktion in der Bahnhofstraße zur Abholung bereit.

Vom einen Wahrzeichen des Landkreises Sonneberg geht’s zum nächsten, genauer: ins Schaumberger Land. Das mus aber schön genügen an Hinweisen zu des Rätsels Lösung. Echte Auskenner sind sicher längst sowieso am Formulieren. Was ist also zu sehen auf dem Bild?

Wer die Lösung zu kennen glaubt, schickt seine Antwort – inklusive seiner Adressdaten – bis Freitag,1. August, 12 Uhr, per Post an die Redaktion in der Bahnhofstraße 60, in 96515 Sonneberg, per Mail an gewinn-son@freies-wort.de oder via Fax an 03675 893834. Zu gewinnen gibt’s wie immer einen Gessner-Gutschein.