Gewichtheben Mammut-Athletenfeld im Wolfstal

Bei der Westdeutschen Mehrkampfmeisterschaft der jungen Gewichtheberinnen und -heber am Samstag in Gräfenroda holen die Gastgeber sechs Klassensiege, drei zweite sowie fünf dritte Plätze, womit Ausrichter SV 90 zum erfolgreichsten Verein avanciert.

Da hat Luise Kurbanova vom ausrichtenden SV 90 allen Grund zur Freude: Die kleine grüne Kugel hinten rechts hat sie gerade über den Kopf auf 12,50 m geschleudert – so weit warf bei der Westdeutschen Mehrkampfmeisterschaft der jungen Gewichtheberinnen und -heber am Samstag in der Sporthalle „Wolfstal“ auch keiner der Jungs im Alter von acht bis 15 Jahre. Nicht zuletzt diese Leistung trug dazu bei, dass sie am Ende das beste aller 18 gestarteten Mädchen wurde.

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Insgesamt holte der SV 90 Gräfenroda sechsmal Gold, dreimal Silber und fünfmal Bronze. Sieger waren Jaroslava Savenko (Jahrgang 2012), Luisa Kurbanova (Jg. 2011), Lotta Frank (Jg. 2009), Lucy Jobs (Jg. 2008) sowie Narek Grigoryan (Jg. 2011) und Aaron Nüchter (Jg. 2008). Silber holten Kim Galuschka (Jg. 2012), Alexia Kullmann (Jg. 2010) und Emily Schneider (Jg. 2008), auf dritte Plätze kamen Lea Sophie Zimmermann (Jg. 2012), Kheda Dudorkhanova (Jg. 2010) sowie Hauke Asbach (2014/15), Adam Dudorkhanov (Jg. 2013) und Hendrik Wahl (Jg. 2008).

Insgesamt nahmen 71 Athleten der Jahrgänge 2008 und jünger aus Hessen, Nordrhein- Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen teil. Diese ermittelten ihre Besten in den klassischen Disziplinen des Gewichthebens Reißen und Stoßen – mit Technikbewertung! – sowie den athletischen Disziplinen Kugelschocken, Dreisprung und Sternlauf. Der organisatorische Aufwand war erheblich und der Wettkampf zog sich dann auch bis in den frühen Abend hin. Bemerkenswert: Der SV 90, speziell sein Trainer Rolf Heyer, hatte die Siegerpokale in Form von goldbemalten Gartenzwergen, die ja ihren Ursprung in Gräfenroda haben, selbst hergestellt.